Login
Wildunfall

Autofahrer verhindern Gnadenschuss für Reh

Reh am Straßenrand
Thumbnail
Eva Eckinger, agrarheute
am
05.04.2017

Nach einem Unfall hinderten Autofahrer in Österreich den zuständigen Jäger daran, einem schwerstverletzten Reh den Gnadenschuss zu geben. Erst die Polizei konnte die Tumultsituation beruhigen.

Wie das Fachmagazin jagderleben.de berichtet, kam es nach einem Wildunfall bei Schwechat in Niederösterreich zu einem Tumult. Ein Jäger wurde daran gehindert, einem verletzten Reh den Fangschuss zu geben. Letzten Endes musste sogar die Polizei anrücken.

Falsch verstandene Tierliebe

Ein Autofahrer bemerkte gegen 22 Uhr ein verletztes Reh und meldete es den Ordnungshütern. Ein Jäger wurde verständigt, der dem Tier den Gnadenschuss geben sollte, um unnötiges Leid zu verhindern. Aber: Mehrere erboste Lenker blieben stehen, wollten ihn am Abdrücken hindern.

Gaffer hindern Jäger an Fangschuss

Auch die Polizei habe laut den 'Niederösterreichischen Nachrichten' (NÖN) bestätigt, dass das Reh 'schwerstverletzt' gewesen sei. Doch einige Autofahrer versammelten sich am Straßenrand und gingen massiv gegen die Schussabgabe durch den Jäger vor. Daraufhin mussten weitere Polizisten gerufen werden, um die Situation zu beruhigen.

Leid des Tieres wurde verlängert

Ein Beamter sagte laut jagderleben gegenüber der Zeitung, dass das Eingreifen der Schaulustigen nur das Leiden verlängert und somit niemandem geholfen hätte. Auch in heute.at erklärt einer der Polizisten: "Das Reh war niemals mehr zu retten, es musste eigentlich durch das Eingreifen länger leiden.“

Mit Material von Jagderleben.de, NÖN, heute.at
Auch interessant