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Umwelt

Badegewässer glänzen mit guter Qualität

von , am
22.05.2013

Brüssel - Die Europäische Union hat gestern den EU-Badegewässerbericht vorgestellt. In Deutschland erreichten 88,1 Prozent der untersuchten Badestellen ausgezeichnete Werte.

Von insgesamt 2.295 untersuchten Badestellen an deutschen Flüssen, Seen sowie der Nord- und Ostseeküste erreichten in der vergangenen Badesaison 88,1 Prozent ausgezeichnete Werte. Damit liegt Deutschland klar über dem EU-Durchschnitt (78 Prozent). Das geht aus dem neuen EU-Badegewässerbericht hervor.
 
Deutschlandweit erfüllten nur acht Binnen- und Küstenbadegewässer die Mindestwerte nicht. Das sind 0,3 Prozent aller Badestellen. Im Jahr davor waren es noch 0,6 Prozent.

Vier von fünf Badestellen an Nord- und Ostsee erzielen hervorragende Werte

In Deutschland wurden während der gesamten Badesaison 2012 insgesamt 2.295 Gewässer untersucht, davon 31 Flüsse, 1.898 Seen und 366 Küstengewässer. Fast vier von fünf Badestellen an Nord- und Ostsee erzielten hervorragende Werte, ein Anstieg von über vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 50 Badegebiete an der Küste (13,7 Prozent) wurden mit "gut" und 16 (4,4 Prozent) mit "ausreichend" bewertet.
 
In insgesamt drei Fällen in Niedersachsen (Badestelle an der Bohrinsel Dyksterhusen, Freibad an der Ems im Jemgum) und Schleswig-Holstein (Badestelle Götheby an der Schlei) war die Qualität schlecht.
 
Die Binnengewässer erreichten zu fast 90 Prozent hervorragende Werte. Bei 78 Gewässern (vier Prozent) war die Qualität "gut", bei 15 "ausreichend". Fünf Binnenbadegewässer in Berlin (Kleine Badewiese, Unterhavel), Baden-Württemberg (Buchhorner See in Pfedelbach und das Strandbad Eriskirch), Nordrhein-Westfahlen (Blausteinsee) und dem Saarland (Badestelle am Campingplatz Siersburg in Rehlingen-Siersburg) erzielten schlechte Werte.

Luxemburg und Zypern haben das Beste Wasser

Europäische Spitzenreiter bei der Qualität der Badegewässer sind Luxemburg und Zypern: Dort erreichten 2012 alle Badeorte eine ausgezeichnete Wasserqualität. Es folgen
  • Malta (97 Prozent),
  • Kroatien (95 Prozent),
  • Griechenland (93 Prozent) und
  • Deutschland (88 Prozent).
EU-weit ist die Zahl der Badestellen, die die Mindestanforderungen an die Wasserqualität erfüllen, um fast zwei Prozent gestiegen und liegt jetzt bei 94 Prozent.
 
Generell schneiden Küstenorte gut ab: EU-weit erfüllen mehr als 95 Prozent dieser Badeorte die Mindestanforderungen und 81 Prozent werden als ausgezeichnet eingestuft. Bei den Binnengewässern erreichten EU-weit 91 Prozent die Mindestanforderungen, 72 Prozent erreichten hervorragende Werte.
 
Der höchste Anteil vorschriftswidriger Standorte befand sich in
  • Belgien (zwölf Prozent),
  • den Niederlanden (sieben Prozent) und
  • Großbritannien (sechs Prozent).
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