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Umwelt

Baden-Württemberg jagt bleifrei

von , am
25.04.2013

Stuttgart - Ab 2014 setzt man im baden-württemberger Staatswald bei der Jagd auf bleifreie Munition. Ziel sei es, die Verbraucher vor Belastungen durch Blei zu schützen.

"Ab dem 1. April 2014 - dem Beginn des neuen Jagdjahres - kommt im baden- württembergischen Staatswald nur noch bleifreie Munition zum Einsatz. Damit will der Staatsforst Vorbild sein und die Verbraucher vor Belastungen durch Blei schützen", erklärt Alexander Bonde, Landwirtschaftsminister Baden-Württemberg.
 
Stattdessen will man in Baden-Württemberg künftig für die Jagd Geschosse aus Kupfer oder Blei verwenden.

Kupfer oder Zink statt Blei

"Für Normalverbraucher, die im bundesweiten Durchschnitt rund 500 Gramm Wildbret im Jahr konsumieren, besteht durch die Aufnahme von Blei in Wildfleisch kein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Bei Kindern, Schwangeren und Vielverzehrern wie Jägerfamilien ist ein gesundheitliches Risiko nach Aussage des BfR allerdings möglich", erklärt Bonde. Dieses Risiko könne durch die Verwendung von Büchsengeschossen aus Kupfer oder Zink ausgeschlossen werden.
 
Auch der Sicherheitsaspekt und der Tierschutz bei der Verwendung bleifreier Büchsengeschosse seien ausgiebig untersucht worden. Wissenschaftler hätten belegt, dass es bereits jetzt bleifreie Geschosse auf dem Markt gebe, die die Anforderungen des Tierschutzes erfüllten.

Jägerschaft sagt Unterstützung zu, will aber Übergangsfristen

"Wir wollen den guten Ruf von Wildfleisch nicht durch Grenzwerte für Blei gefährden. Deshalb sind wir uns im Ziel mit dem Land einig. Der Landesjagdverband trägt die Entscheidung der Landesregierung daher mit und empfiehlt seinen Mitgliedern ebenfalls die Umstellung", betont der Landesjagdverband.
 
Allerdings hält der Verband eine Übergangsfrist bis 2016 für notwendig, damit die  Jäger den vollständigen Umstieg auf bleifreie Büchsenmunition vorbereiten können.
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