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Brandstiftung

Nach Ballenbränden: Feuerteufel möglicherweise gefasst

Feuerwehr bekämpft Strohballenbrand
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Eva Eckinger, agrarheute
am
26.07.2017

In den letzten Tagen hatten in nur wenigen Kilometern Entfernung in Nordrhein-Westfalen immer wieder Ballen gebrannt. Nun sind die Feuerteufel möglicherweise gefasst.

Wie agrarheute berichtete, hatten mehrere Brandeinsätze größeren Ausmaßes die Feuerwehr und Polizei in Remscheid sowie Solingen in der vergangenen Woche in Atem gehalten. Insgesamt gingen 360 Ballen in Flammen auf. Der Schaden lag laut der Beamten bei über 17.000 Euro. Am Montagabend brannte es erneut. Dieses Mal konnte jedoch ein Verdächtiger gefasst werden.

Strohballen brennen, Landwirte helfen

Am Montag gegen 21.30 Uhr brannten in Remscheid auf einer Wiese erneut mehrere Strohballen. Die von Zeugen alarmierte Feuerwehr konnte circa 90 brennende Ballen und zwei Anhänger löschen. Privatpersonen unterstützten mit ihren Traktoren die Feuerwehr bei ihrer Arbeit. Den entstandenen Sachschaden schätzten die Beamten auf etwa 4.000 Euro.

Polizei bemerkt verdächtige Personen

Während des Einsatzes fiel Remscheider Polizeibeamten ein verdächtiger Pkw auf, der vom Brandort wegfuhr, meldet die Polizei Wuppertal. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten, flüchtete dies kurzzeitig, wurde aber nach wenigen Metern von weiteren Einsatzkräften angehalten. In dem Auto befanden sich zwei Männer (21, 66), die beide alkoholisiert waren.

Auto nicht zugelassen und Kennzeichen gefälscht

Der 21-jährige Fahrer hatte keine Fahrerlaubnis und zeigte Symptome einer Rauchgasvergiftung. Er wurde kurzfristig in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Aufgrund von Zeugenangaben stehen die zwei Männer in Verdacht, die Strohballen angezündet zu haben.

Erste Ermittlungen ergaben außerdem, dass der Pkw, ein silberner Ford-Puma, nicht zugelassen und am Fahrzeug zudem gefälschte Kennzeichen angebracht waren.

Brandstiftungen: Zeugen gesucht

Beide Männer wurden vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, auch hinsichtlich eines Zusammenhangs mit den Brandstiftungen der letzten Tage, dauern derzeit an. Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, die Angaben zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen unter der Telefonnummer 0202-2840 machen können.

Mit Material von Polizei Wuppertal

Feuerwehr kämpft gegen Strohballenbrand

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