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Politik international

Barroso plant EU 2020-Strategie

von , am
22.01.2010

München - Durch eine neue nachhaltige Marktwirtschaft will José Manuel Barroso, Präsident der EU-Kommission, die Wirtschaftskrise, von der auch die Bauernfamilien durch den Verfall der Agrarpreise heftig betroffen sind, überwinden.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso © Deutscher Bundestag

Der EU-Kommissionspräsident wird in den kommenden Wochen entsprechende Strategievorschläge für die Staats- und Regierungschefs entwickeln und hat dafür bis zum 15. Januar ein Konsultationsverfahren auch im Internet angeboten. Zudem wird aktuell der 5-Jahresplan der neuen EU-Kommission erstellt. Dieser Plan wird im Wesentlichen den Arbeits- und Themenkatalog der Brüsseler Politik von 2010 bis 2014 bestimmen.

Der Bayerische Bauernverband hat deshalb nochmals bekräftigt, dass Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft als Zukunftsbranche sowohl bei der EU 2020-Strategie als auch beim 5-Jahresplan der EU-Kommission ausreichend berücksichtigt werden. Die Land- und Forstwirtschaft steht als Problemlöser für die anstehenden gewaltigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zur Verfügung, um die Ernährungssicherung mit hochwertigen und sicheren heimischen Nahrungsmitteln, die eigenständige Energieversorgung über Bioenergien, den flächendeckenden Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaften als Beitrag zur Biodiversität und den Klimawandel bestmöglich zu meistern.

Nur eine weiterhin starke europäische Land- und Forstwirtschaft ist der Garant für eine Importunabhängigkeit bei Lebensmitteln für die rund 500 Millionen EU-Bürger. Ferner sichert die europäische Land- und Forstwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen über 40 Millionen Arbeitsplätze und rund 1,3 Billionen Euro Umsatz im ländlichen Raum. In Bayern stellt die Land- und Forstwirtschaft jeden siebten Arbeitsplatz und ist die drittumsatzstärkste Branche. Daneben ist die von den Bauerfamilien gepflegte attraktive Kulturlandschaft Bayerns eine wesentliche Grundlage für rund 560.000 außerlandwirtschaftliche Arbeitsplätze im Tourismus. All dies bedeutet einen hohen Mehrwert der eingesetzten Mittel für die gemeinsame europäische Agrarpolitik. (pd)

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