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Wirtschaft

BASF: Mehr Gewinn und Umsatz

AgE
am
05.03.2013

Ludwigshafen - Auf ein außerordentlich gutes Geschäftsjahr 2012 kann die Pflanzenschutzsparte der BASF zurückblicken. Bei Umsatz und operativen Gewinn wurden neue Spitzenwerte erzielt.

Der Umsatz im Segment "Agricultural Solutions" erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber 2011 um 12,3 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, während das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen sogar um 28 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro gesteigert werden konnte. Zudem wurde das EBITDA-Margenziel von 25 Prozent erreicht. Im vierten Quartal 2012 war der Umsatz in der Pflanzenschutzsparte um 6,7 Prozent auf 877 Millionen Euro gewachsen.
 
Als Gründe führte die BASF einen höheren Absatz, die Akquisition der US-Pflanzenschutzfirma Becker Underwood sowie positive Währungseffekte an. Mager fiel allerdings zuletzt das EBIT vor Sondereinflüssen aus; es gab einen Rückgang um 19,5 Prozent auf 33 Millionen Euro. Hier schlugen höhere Forschungsaufwendungen und Investitionen in die Wachstumsmärkte zu Buche.

BASF legt Spitzenwerte vor

Zu den Wachstumsmärkten gehört Südamerika, wo der Umsatz laut BASF im vierten Geschäftsquartal trotz regional trockener Wetterbedingungen signifikant zunahm. Die Verkaufspreise hätten nur leicht unter dem hohen Niveau des Vorjahresquartals gelegen. Der Umsatz des Gesamtkonzerns erreichte im Gesamtjahr 2012 insgesamt 78,7 Milliarden Euro; das waren 7,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das EBIT vor Sondereinflüssen konnte um fünf Prozent auf 8,9 Milliarden Euro gesteigert werden.

Neue Rekorde im Visier

Auch für 2013 stehen bei der BASF die Weichen weiter auf Wachstum. Im Segment "Agricultural Solutions" erwartet der Konzern nach wie vor ein positives Marktumfeld und rechnet damit, dass die Preise für landwirtschaftliche Produkte - bei einer hohen Volatilität - weiterhin über den historischen Durchschnittswerten liegen werden. Neben den Agrarrohstoffpreisen und den Witterungsbedingungen dürfte die Entwicklung wichtiger Währungen eine entscheidende Rolle für das Agrargeschäft spielen, so die BASF. Ziel sei es, sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis gegenüber den hohen Werten des Vorjahres erneut zu steigern.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock steckte das klare Ziel, im Gesamtkonzern beim Umsatz und beim EBIT vor Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2013 die Vorjahreswerte zu übertreffen, und zwar in allen operativen Segmenten. Dazu trügen die erwartete stärkere Nachfrage sowie die Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Exzellenz und zur Effizienzsteigerung bei. Die Basis für künftiges ertragreiches Wachstum und damit für die Wettbewerbsfähigkeit seien Innovationen, erklärte Bock. Daher werde die BASF im laufenden Geschäftsjahr die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erneut steigern. Bereits 2012 habe man hier 1,7 Milliarden Euro in die Hand genommen, womit das Niveau von 2011 um rund neun Prozent übertroffen worden sei.

Investitionen in Produktionskapazitäten

Um die anhaltend hohe Nachfrage nach innovativen Pflanzenschutzmitteln auch in Zukunft vollständig bedienen zu können, will die BASF weiter in die Produktionskapazitäten zur Wirkstoffsynthese und Formulierung investieren. Dafür ist in den nächsten Jahren ein lnvestitionsvolumen von jährlich etwa 300 Millionen Euro vorgesehen. Zudem investiert der Konzern pro Jahr mehr als 150 Millionen Euro in den Bereich Plant Science. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen für gentechnisch veränderte Pflanzen in Europa hatte die BASF im vergangenen Jahr ihren Unternehmensbereich Plant Science aus Deutschland abgezogen und auf die Hauptmärkte in Nord- und Südamerika konzentriert.

Wachstum auf breiter Front

Die 2012 im Segment "Agricultural Solutions" erzielte Umsatzsteigerung führt die BASF im Wesentlichen auf Mengensteigerungen in allen Indikationen und Regionen zurück, aber auch auf positive Währungseffekte und höhere Preise. In Europa legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 161 Millionen Euro auf 1,82 Milliarden Euro zu. Maßgeblich dafür war die hohe Nachfrage nach Fungiziden und Herbiziden. Der Umsatz in Nordamerika wuchs um 143 Millionen Euro auf 1,11 Milliarden Euro, bedingt durch einen stärkeren US-Dollar und höhere Preise. Insbesondere das Geschäft mit Herbiziden entwickelte sich erfolgreich.

BASF stark mit Fungiziden

Auch der Absatz von Fungiziden konnte trotz der Dürre im Mittleren Westen der USA ausgebaut werden. In Asien verbesserte sich 2012 der Umsatz dank höherer Mengen und positiver Währungseinflüsse um 38 Millionen Euro und erreichte 525 Millionen Euro. Hier schlugen sich der BASF zufolge das erfolgreiche Herbizidgeschäft in Indien und die starke Nachfrage nach Fungiziden positiv nieder. Gedämpft wurde das Umsatzwachstum allerdings durch eine schwächere Saison in Japan. Der Umsatz mit Kunden in Südamerika lag im Berichtsjahr trotz der Trockenheit in der ersten Jahreshälfte mit 1,27 Milliarden Euro um 172 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Wachstumstreiber war dort insbesondere die gestiegene Nachfrage nach Insektiziden und Fungiziden. Positive Währungseffekte trugen ebenfalls zum Umsatzanstieg in Südamerika bei.
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