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Wirtschaft

BASF: Sehr guter Saisonstart für Pflanzenschutzmittelsparte

AgE
am
01.05.2013

Ludwigshafen - BASF hat Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) im 1. Quartal 2013 gesteigert. Mit 19,7 Milliarden Euro übertraf der Umsatz den Wert des Vorjahresquartals um fünf Prozent.

Eine höhere Nachfrage nach Fungiziden und Herbiziden ließen den Umsatz steigen. © BASF
Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 10 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Vor allem das Segment AgriculturaI Solutions - die Pflanzenschutzsparte des Konzerns - leistete dazu einen starken Beitrag.
 
"2013 hat für uns solide angefangen. Insbesondere unser Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln war erneut sehr erfolgreich", erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock auf der Hauptversammlung in Mannheim.
 

Pflanzenschutz treibt Gewinn von BASF in die Höhe

In der Pflanzenschutzsparte konnte die BASF den Umsatz signifikant steigern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum gab es einen Zuwachs um 17 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Die Erhöhung der Absatzmengen trug 13 Prozent zum Umsatzzuwachs bei; der preisbedingte Steigerungseffekt belief sich hingegen nur auf ein Prozent. Daneben stützten positive Portfolioeffekte aus der Akquisition von Becker Underwood das Umsatzwachstum. Unter Strich erzielte die BASF im Segment AgriculturaI Solutions ein EBIT vor Sondereinflüssen von 498 Millionen Euro; das bedeutet gegenüber dem Vorjahresquartal eine Steigerung um 19 Prozent.

Hohes Ergebnis im Segment Agricultural Solutions

Nach Angaben der BASF verlief der Saisonstart für AgriculturaI Solutions in Europa erfolgreich, insbesondere in Frankreich, Deutschland sowie in Osteuropa. Hauptgrund für den deutlichen Umsatzanstieg in der Region sei der höhere Absatz von Herbiziden und Fungiziden. Durch die lang anhaltende Kälte habe sich jedoch die Anbausaison in einigen Applikationen und Gebieten verzögert. Auch in Nordamerika habe man dank eines frühen Saisonstarts bei Herbiziden und einer hohen Nachfrage nach dem Fungizid Xemium einen deutlich höheren Umsatz erzielen können als vor Jahresfrist. Eine ähnliche Entwicklung sei in Asien zu beobachten; vor allem in China habe es eine hohe Nachfrage nach Fungiziden gegeben. Negativ auf den Umsatz habe sich hingegen die Abschwächung des japanischen Yen gegenüber dem Euro ausgewirkt.

Umsatzrückgang in Südamerika

Schlechter sei es in Südamerika gelaufen, wo der Umsatz den Wert des Vorjahresquartals verfehlte habe, so die BASF. Infolge des intensiveren Wettbewerbs sei der Umsatz mit Fungiziden gesunken, während man bei Insektiziden den Absatz erhöht und so die niedrigeren Verkaufspreise nahezu ausgeglichen habe.

Steigerung von Umsatz und Ergebnis angestrebt

Bock wies darauf hin, dass die BASF an ihrem Ausblick für das Jahr 2013 festhalte. Der Konzern strebe weiterhin an, beim Umsatz und dem EBIT vor Sondereinflüssen die Werte des Jahres 2012 zu übertreffen. Bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das laufende Jahr seien die hausinternen Erwartungen unverändert, so der Vorstandsvorsitzende. Die BASF rechne damit, dass das Wachstum der Weltwirtschaft 2013 nur leicht zunehmen werde. Die Chemieindustrie werde wieder mehr produzieren, weil die Wirtschaft in den Schwellenländern wachse. Hier sei allerdings keine geradlinige Entwicklung zu erkennen, denn das Umfeld bleibe sehr unbeständig. So könnten beispielsweise eine Verschärfung der Schuldenkrisen im Euroraum und den USA sowie eine geringere Nachfrage in Asien das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen.

Dividendenvorschlag 2,60 Euro

Vorstand und Aufsichtsrat schlugen der Hauptversammlung vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2012 um 0,10 Euro auf 2,60 Euro je Aktie anzuheben. Dies entspricht in Summe einer Ausschüttung von fast 2,4 Milliarden Euro. Auf den Jahresschlusskurs 2012 bietet die BASF-Aktie damit eine hohe Dividendenrendite von 3,7 Prozent. Bock hob hervor, dass die BASF zu ihrer anspruchsvollen Dividendenpolitik stehe und weiterhin anstrebe, die Dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.
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