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Wirtschaft

Bau des Deutsch-Chinesischen Agrarzentrums besiegelt

pd
am
29.03.2014

Berlin - China wird als Handelspartner für Deutschland immer wichtiger. Gestern unterzeichneten die Länder eine Vereinbarung über den Bau eines "Deutsch-Chinesischen Agrarzentrums" in Peking.

"Die Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung ist ein Meilenstein der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit im Agrarsektor", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, am Freitag in Berlin. "Deutschland und China zählen zu den großen Handelsnationen im Agrar- und Ernährungssektor. Deshalb ist es folgerichtig, die Handelsbeziehungen mit dem Agrarzentrum zu vertiefen." so Bleser.
 

Koordination Deutsch-Chinesischer Projekte

Das in Peking angesiedelte Agrarzentrum soll die gute Zusammenarbeit mit China weiter vertiefen und ausbauen. Unter seinem Dach sollen neue Bereiche der Zusammenarbeit etabliert werden. Unter anderem wird ein agrarpolitischer Dialog als zusätzliches Instrument der Politik- und Regierungsberatung angestrebt. Eine weitere Fokussierung liege in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der Koordinierung von Forschungsaktivitäten. Ferner sollen die dezentralen deutsch-chinesischen Projekte beispielsweise im Ackerbau, der Viehzucht und der Bioenergie durch das Agrarzentrum koordiniert werden, um Synergien zu erzielen. Auch die Zusammenarbeit in den Bereichen Forst und Lebensmittelsicherheit soll sukzessive in die Aktivitäten des Zentrums einbezogen werden.
 

Hohes Exportpotential erwartet

Mit 1,3 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt. Angesichts dieses Bevölkerungsreichtums und der gleichzeitig steigenden Kaufkraft einer wachsenden Mittelschicht steht China vor enormen Herausforderungen bei der lokalen Ernährungssicherung.
 
Für die Modernisierung der Landwirtschaft hat die chinesische Regierung daher drei zentrale Ziele formuliert: So soll neben der Gewährleistung der Ernährungssicherung im eigenen Land auch die Lebensmittelsicherheit verbessert werden. Ebenso wird eine ländliche Entwicklung und Angleichung der strukturellen Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten angestrebt. Die strategische deutsch-chinesische Partnerschaft sowie der Aufbau eines gemeinsamen Agrarzentrums sollen hierzu wichtige Impulse geben, heißt es von Seite des Bundeslandwirtschaftsministeriums.
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