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Dorf und Familie

Bauer bucht Frau, Edeka und der Osten als Gülleklo

Matthias Ludwig
am
25.09.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Ist Gülletourismus gen Osten problematisch? Ist die Blockade von Supermarktketten gerechtfertigt? Und was ist von der Prostitution auf dem Land zu halten?

Gülle fahren in Bioraps. © Landliveuser keilor
Überregionale Verwertung: Der Osten als 'Gülleklo'?
 
Mett kommentiert einen Artikel auf agrarheute.com: "Natürlich sind die Politiker dagegen, dass überschüssiger Dünger aus den Viehregionen in die Ackerbauregionen gebracht wird. Jedes KG Stickstoff, Phsophat, Kali, etc., was über Wirtschaftsdünger zurück geführt wird, verringert schließlich die Absätze von Mineraldünger. Und somit auch die Umsätze der Agro-Konzerne. Was die Ost-Politiker wohl dazu sagen würden, wenn wir umgekehrt den Getreideimport aus Ostdeutschland verbieten würden!?
 
fury007 meint dazu: "wäre es nicht am "einfachsten" würde der Mineralisch hergestellte Dünger VIEL teurer werden?... weil EHER werden es sich die Ackerbauern wohl nicht überlegen, die Gülle von hier zu sich zu holen. Meine Bank hat mir mal geraten, in eine Separierungsanlage für Gülle zu investieren... das Wasser da raus "filtern" und den halbtrockenen Kram in Regionen fahren wo es keine Gülle/Mist gibt ... wer weiß, was noch so kommt in den nächsten Jahren...."
 
Darauf wiederum Mett: "Das Beste wäre die vollkommen bekloppte 170 KG N Regel abzuschaffen. Die ist doch NUR dazu da, den Mineraldüngerherstellern die Umsätze zu sichern. Wenn jemand z.B. 250 KG Gülle N, und entsprechende Mengen an P und K, verwerten kann, warum soll er sie dann nicht auch ausbringen dürfen!"

Edeka wurde gestört

michael_77 fragt: "Wer war da bzw. was haltet ihr davon? [www.nwzonline.de]"
 
karlo antwortet: "Ich war nicht dabei und finde solch eine Aktion total bescheuert. Edeka hat mir auch nicht die Hofeinfahrt blockiert, als wir über 40 Cent bekamen. Warum sollten sie auch - denn deren Konkurenz Lidl und Aldi hatten ja die selbe Marktsituation . Wie jetzt auch. Nicht der Handel verantwortet das Preistief, sondern das Überangebot an Milch. Der Handel produziert keine Milch."
 
waldschrat gibt zu Bedenken: "Mit der Demo an sich hab ich keine Probleme... Was übel hätte werden können, ist der Rückstau auf die Autobahn [dejure.org] . Da hätten die nicht vorhandenen Organisatoren anders reagieren/ abbrechen müssen"
 
Immenfreund fragt: "Was hat nun diese Demo gebracht ? Gibt es Erkenntnisse? Wenn es für die Demonstranten dumm läuft, bzw. nach Gesetzeslage gehandelt wird, dann wackeln etliche Führerscheine, verbunden mit empfindlichen Geldbußen. Eingriff in den Straßenverkehr o.ä. Bin gespannt ob man was hört."

Bauer bucht Frau

Ackergauldrei stellt einen Artikel im landwirtschaftlichen Wochenblatt zur Diskussion: "Darf man Bauern so darstellen in einen "Bauernblatt"?  [www.wochenblatt.com]"
 
Friesolde schreibt klar: "Komisch, was springt ihr Männer bei diesem Thema so an?  Jedem das seine, also übt euch in Toleranz und lasst jedem seine Freude und den Spaß. Ich als Frau finde solche Damen und ihr Gewerbe völlig ok, gut das es sie gibt.   Der Bedarf ist offensichtlich wie zu allen Zeiten da und wenn sich Damen dafür finden... ist doch auch auf dem Lande gut und für viele nötig."
 
Und Carpediem meint: "Es wird über die Lw und die Landleute viel schlimmeres geschrieben, als da in dem Blattl drin steht, auch ganz ohne "Beweisführung" auf die der @Ackergauldrei abgefahren ist. Da ist dem @Freisinger zuzustimmen, der Threadansteller hat offenbar gar keine Phantasie wie da die Post abgehen könnte, sozusagen!!"
 
Altilla bringt es auf den Punkt:" So lange alle, die das machen, es auch freiwillig machen, so lange wäre es okay. Leider ist das eben nicht der Fall. Ansonsten: Warum ein neues Tabu in unserer angeblich so aufgeklärten Gesellschaft aufmachen?"

Gelbsenf düngen ?

Auch Donagraro holt sich Hilfe im Forum: "Ich habe gegen Ende August (am 24.8. um genau zu sein) beim  2 Grubberstrich gleichzeitig Gelbsenf ausgesät . Direkt nachdem  ich fertig war , hat es angefangen zu regnen und ich dachte nur: TOP,  das nenne ich mal Timing ! Mittlerweile ist nun fast ein Monat  vergangen und der Senf hat noch immer keinen geschlossenen Bestand gebildet. Saatstärke lag bei 17 kg /ha -auf jegliche mineralische und  organische Düngung habe ich verzichtet, da auf der Fläche Weizen angebaut war, welchen ich mit 240 kg N gedüngt habe und ich mir nie ganz sicher bin, ob der Weizen diese Menge an N gerade bei der Witterung in diesem Jahr ganz ausgeschöpft hat. Sprich: Eigentlich möchte ich partout aufs Düngen verzichten, da der Gedanke hinter dem Senfanbau war, dass dieser sich den Rest N im Boden rauszieht. Jetzt  sieht aber die Fläche bis dato sehr spärlich bewachsen aus, und das  Saatgut kostet ja auch sein Geld... Was meint ihr: Düngen oder so wachsen lassen ? Im November wird auf der Fläche gepflügt."
 
altilla schreibt dazu: "Du meinst jetzt aber nicht damit, dass der Senf schlecht aufgelaufen ist? Also ich würde sagen: nicht düngen, weil bis der Dünger wirken würde ist das Wachstum weitgehend beendet!"
 
Auch Kone meint: "Wachsen lassen. Bei 240 N ist mit Sicherheit noch genug im Boden." 
 
Und The_Fox antwortet: "Einfach wachsen lassen. Was der Senf bis jetzt aus dem Boden geholt hat ist schon mal nicht verloren gegangen. Aber jetzt ist es einfach zu spät zum düngen, das wäre rausgeschmissenes Geld. Der 24.08. war vielleicht auch ein bisschen später Saattermin oder vielleicht hat auch das nötige Wasser gefehlt, zumindest war letzteres bei mir der Fall.  Was der Senf mitnimmt, geht dir nicht Richtung Grundwasser flöten. Sei froh mit dem was du sicher hast und verbrenne nicht gutes Geld beim Versuch flüchtigen Erträgen nachzulaufen."

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