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TV-Sendung

Bauer Willi bei Frontal 21: Das sagt er zur Sendung

Willi
am Mittwoch, 29.08.2018 - 13:17 (Jetzt kommentieren)

Frontal 21 war bei Bauer Willi auf dem Hof. Gespannt wartete er auf die Sendung. Es geht um die Dürre und Subventionen. Hier ist sein Fazit.

Bei Frontal 21 ging es gestern um Bauern, Dürre und Geld. In der Ankündigung der Satz: „Die Sonne scheint, der Regen fällt, der Bauer ruft nach Steuergeld“.  Kein guter Einstieg. Doch in der Sendung kamen drei Landwirte zu Wort, die sehr realistisch ihre eigene Situation einschätzen. Ansonsten lautet mein Fazit:

 

Ich will keine Subventionen

Außer einer Beschreibung der Situation und klugen Sprüchen von Prof. Grethe bringt mich diese Sendung nicht weiter. Auch die Frage, ob Landwirte systemrelevant sind (so wie Banken und Bienen), bleibt offen. Worüber in der Sendung beim dem Thema Subventionen auch nicht gesprochen wurde: Sie sorgen dafür, dass Lebensmittel billig bleiben. Ich will keine Subventionen, sondern faire Preise. Die wären dann aber wesentlich höher als heute. Somit werden die EU-Zahlungen de facto an die Verbraucher durchgereicht, die sich über billige Lebensmittel freuen.

Cross Compliance-Regelungen interessieren nicht

Doch an dieses Thema geht niemand ran. Auch nicht Herr Grethe, der behauptet, dass die Ausgleichszahlungen "relativ unabhängig davon gezahlt werden, was der Bauer mit diesem Hektar macht". Er sollte sich mal die rund 100 Seiten Cross Compliance-Regelungen durchlesen. Ich habe nichts dagegen, wenn die Zahlungen an Umweltleistungen gekoppelt werden. Aber wie sagt Landwirt Lucht: "Wir müssen auch mit Umwelt-Dienstleistungen Geld verdienen können".

Wenn Herr Grethe, ähnlich wie SPD, Grüne und Linke der Meinung ist, dass "dem Agrarsektor signalisiert werden muss, dass mehr Tier- und Umweltschutz honoriert werden muss", so ist die Landwirtschaft der falsche Adressat. Wir Bauern warten darauf schon lange. Nur bezahlen will es keiner.

Falscher Eindruck wird vermittelt

Für den unbedarften Fernseh-Zuschauer bleibt nach den 9 Minuten der Eindruck: Die Bauern bekommen gewaltige Summen überwiesen, müssen dafür kaum etwas tun und wenn das Wetter nicht passt, bekommen sie noch mehr. In den Kommentaren zur Sendung geht es dann noch um Nitrat, Glyphosat, Insekten und andere Bosheiten.

Der letzte Satz des Beitrages ist bezeichnend: „Trotz des Dürre-Sommers dürfte auf deutschen Äckern alles beim Alten bleiben.“ Dann hätte man sich diesen Beitrag auch sparen können.

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