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Ernährung und Gesundheit

Bauer Willi: Massentierhaltung - organisierte Tierquälerei?

Krenn
am
14.04.2015

"Massentierhaltung" - ein viel gebrauchter Begriff. In einem neuen Brief räumt Bauer Willi mit den romantischen Vorstellungen vieler Verbraucher auf und erklärt, dass moderne Tierhaltung keine organisierte Tierquälerei ist.

Wieder einmal meldet sich Bauer Willi zu Wort. Er beschäftigt sich diesmal mit viel gebrauchten und negativ besetzten Begriff der "Massentierhaltung". Von Seiten der Landwirte erntet er im Netz breite Zustimmung. Vor allem will er mit der romantischen Vorstellung vieler Verbraucher aufräumen, früher sei Tierhaltung artgerechter gewesen.
 
 
Er schreibt in seinem Brief an den Verbaucher: "Zugegeben: Moderne Tierhaltung ist nicht "schön" und "nostalgisch" anzusehen. Sie ist hochspezialisiert, sie ist effizient, sie ist hygienisch. Und deshalb nennen wir sie auch "Intensivtierhaltung."

Agrarromantik fehl am Platz

"Es gibt keine Misthaufen mehr, auf denen der Hahn kräht, keine Weide, auf der sich die Schweine im Schlamm suhlen. Und kaum noch Kühe, die in einem dunklen Stall an der Kette stehen. Und es stank nach Ammoniak, die Wände waren voller Fliegen und die Kühe auch. Auch die Schweine liefen in einem dunklen Stall, auch hier stank es nach Ammoniak und die Ratten liefen durch die Tröge. Ich sage nur: Hygiene und Tierwohl sieht anders aus!", schreibt Bauer Willi in seinem Brief.

Moderene Tierhaltung ist tiergerechter

Aus seiner Sicht sei die moderne Tierhaltung weit tiergerechter und tierfreundlicher als die Verbraucher glauben. "Offene, licht- und luftdurchflutete Kuhställe, in denen sich die Kühe frei bewegen können mit automatischer Entmistung und Liegematten aus weichem Gummi. Die Kuh geht dann zum Melkroboter, wenn sie Lust drauf hat, holt sich ihr schmackhaftes und gesundes Futter wann sie will oder lässt sich an der Kuh-Bürste den Rücken massieren. Wellness-Hotels für Milchkühe."

Ohne Tierhaltung kein Ackerbau

Außerdem will Wili darüber aufklären, dass es ohne Tierhaltung keinen organischen Dünger für den Ackerbau gebe. "Ich dünge gerne organisch, allein schon wegen der Erhaltung des Humus im Boden. In Biobetrieben ist es sogar ein Muss. (...) Durch den gezielten Einsatz von organischen Düngern aus der tierischen Produktion konnte der Einsatz von Phosphat- und Kalidüngern deutlich verringert werden ohne dass die Erträge sanken."

Aufregerthema Methan:

"Das Methan, dass die Kühe ausscheiden, enthält den Kohlenstoff, der vorher von den Futterpflanzen der Atmosphäre entzogen wurde. Methan wird übrigens auch abgebaut und in seine Urbestandteile zerlegt! Liest man aber nirgends. Und dass die Zahl der Rindviecher in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist und aufgrund der höheren Milchleistung der Ausstoß an Methan pro Liter Milch deutlich zurückgegangen ist, wird auch nicht berichtet." Den ganzen Online-Brief lesen sie hier...

Bauer Willi in Aktion: Güllefahren

 
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