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Agrarpolitik

Bauer Willi über 'Grüne Signale' von Ostendorff und Habeck

Minister Habeck und MdB Ostendorff
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
03.05.2017

Agrarblogger Bauer Willi kommentiert einen Gastbeitrag der beiden Grünen Agrarpolitiker Habeck und Ostendorff in der FR. Diese wollen einen Neuanfang in der Agrarpolitik.

Agrarblogger Bauer Willi kommentiert einen Gastbeitrag der beiden Grünen Agrarpolitiker Robert Habeck (Minister in Schleswig-Holstein) und Friedrich Ostendorff, MdB und Sprecher für Agrarpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, in der Frankfurter Rundschau. Die beiden Politiker hatten darin versöhnliche Töne gegenüber der Landwirtschaft angeschlagen. "Die deutsche Agrarpolitik braucht dringend einen Neuanfang. Aber wie bringen wir die Beteiligten an einem Tisch?", fragen die beiden Politiker in dem Text.

Emotionalität beim Thema Landwirtschaft

Landwirt Ostendorff und Philosoph Habeck betonen in ihrem Beitrag in der Frankfurter Rundschau die Emotionalität des Themenfeldes Landwirtschaft. So hätte jeder seine Wahrheit, wenn es um „die Landwirtschaft“ und „die VerbraucherInnen“ gehe. Ökonomische Unsicherheit und ein negatives Bild in der Öffentlichkeit führten heute dazu, dass gut ausgebildete Landwirtskinder heutzutage „ihr Glück lieber woanders“ suchen würden, als die Hofnachfolge anzutreten. „Wir haben Dörfer ohne Bauern“, schreiben Habeck und Ostendorff.

In der Folge zählen die Politiker die Problemfelder auf, denen sich die Landwirte heute unter anderem stellen müssten. Überdüngte Flächen, Nitratüberschuss, Tierschutz in den Ställen, Monokulturen, abnehmende Artenvielfalt. Doch die beiden Grünenpolitiker stimmen in der Folge nicht einen Abgesang auf die konventionelle Landwirtschaft an, sondern bieten den Dialog für eine wirtschaftliche Perspektive auf dem Land an. Wie Bauer Willi  zusammenfasst: "Partnerschaft statt Krieg – am Küchentisch und auf der Grünen Woche“, und weiter “Das klingt so einfach, ist es aber nicht[…]wir müssen alte Rituale aufgeben[…]wir müssen unsere Argumente überprüfen[…]wir brauchen neue Instrumente[…]und den Landwirten ein Angebot machen jenseits von Wachsen oder Weichen“.

Grüne signalisieren Bereitschaft 'die Hände zu reichen'

Ostendorff und Habeck enden ihren Beitrag mit den Sätzen: "Wir müssen und wollen uns an diese Arbeit machen. Da haben wir Grünen noch viel zu lernen aber wir haben auch einiges beizutragen. Es ist Zeit, die Hände zu reichen und wo immer möglich gemeinsam anzupacken. Wir sind dazu bereit."

Liest man die Kommentare unter dem Blog Bauer Willis ist es wohl einigen Landwirten beim Lesen ähnlich ergangen wie dem Agrarblogger selbst. So begrüßt Bauer Willi die meisten der Aussagen der Grünenpolitiker, ist am Ende aber auch hin und hergerissen zwischen "ich würde euch das ja gerne glauben" und „ist das nicht nur taktisches Geplänkel in Zeiten von deutlich sinkenden Umfragewerten?“.

Die Agrarminister der Bundesländer: CDU/CSU und Grüne gleichauf

Barbara Otte-Kinast
Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Politiker Peter Hauk
Politiker Thomas Schmidt
Politiker Jörg Vogelsänger
Politiker Till Backhaus
Politiker Robert Habeck
Politikerin Claudia Dalbert
Politikerin Christina Schulze Föcking
Politikerin Priska Hinz
Politiker Volker Wissing Ulrike Höfken
Politikerin Birgit Keller
Politiker Reinhold Jost
Bundeslandwirtschaftsministerin
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