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Agrarkrise

Bauern fordern 'Preiswende zur Sonnwende'

BBV/Katharina Krenn/agrarheute
am
23.06.2016

Am Dienstag flackerten zahlreiche Sonnwendfeuer. Die Bayerischen Bauern warfen Billigpreis-Schilder für Lebensmittel in das Feuer und forderten zur Sonnwende eine Preiswende.

"Diese Rabattschlachten müssen ein Ende haben. Zur Sonnenwende braucht es eine Preiswende", forderte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl auf der Sonnwendfeier in Herrsching. Mit einem besonderen Sonnwendfeuer "verabschiedeten" der Bauernpräsident sowie Bäuerinnen und Bauern aus der Region die Niedrigpreise für Lebensmittel. Sie warfen Preisschilder für Sonderangebote ins Feuer und wollen damit symbolisch eine neue Epoche einläuten: das Ende der Rabattschlachten und Niedrigpreispolitik.

Preiserholung in Sicht

Laut BBV gebe es derzeit Tendenzen, dass die Talsohle durchschritten sei - die Preise bewegten sich leicht nach oben. Auf der anderen Seite halte der Lebensmitteleinzelhandel an seinen bestehenden Verträgen mit den Erzeugern fest. Deshalb fordert Bauernpräsident Heidl ein Ende der Dumpingpreise: "Die längerfristigen Verträge müssen ausgesetzt und Preiserhöhungen schnell auf den Weg gebracht werden."

Tradition der Sommersonnwende

Die Sommersonnenwende hat eine besondere Bedeutung im Jahresverlauf. Das Licht der Sonne scheint in diesen Tagen am Längsten über der Erde, die Tage um den 21. Juni gelten als magisch. "Wir können nicht zaubern“, ist sich Heidl bewusst, "doch wir können ein Zeichen setzen - für die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe in Bayern."

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