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Umwelt

Bauern in Italien warten auf Hilfe

von , am
23.05.2013

Rom - Die norditalienische Region Emilia Romagna kommt nicht zur Ruhe. Starke Hagelschauer und Tornados Anfang Mai haben erhebliche Schäden in Obstplantagen, Weinanlagen sowie auf Weizen- und Rübenfelder verursacht.

Gleichzeitig sind noch immer nicht die Entschädigungsgelder für das Erdbeben vor einem Jahr eingegangen. Der Verband der Familienbetriebe (Coldiretti) meldete, die vom Erdbeben betroffenen Landwirte hätten bisher "nicht einen Euro" erhalten. Die Erdstöße hatten damals eine der produktivsten Landwirtschaften Italiens getroffen.
 
Auf etwa 550 Millionen Euro wurden die Schäden geschätzt. Neben Ställen, Feldern und Infrastrukturen waren auch große Vorräte des mit geschütztem EU-Kennzeichen versehenem Parmigiano Reggiano im Wert von 200 Millionen Euro betroffen.

Landwirte sind verzweifelt

Die einzige Unterstützung bisher sei die Solidarität der Bevölkerung gewesen, die die Produkte der geschädigten Betriebe gekauft hätten, so Coldiretti. Von den zugesagten Krediterleichterungen und Bürokratieentlastungen sei dagegen nichts zu spüren. Vielmehr blieben Zuständigkeiten und Bauvorschriften unklar. Die Landwirte müssten deshalb ihr Erspartes angreifen.

Ausnahmezustand beantragt

Die Extremwetterereignisse vom Monatsanfang haben nun erneut Felder verwüstet und Gebäude beschädigt. Neben der Emilia-Romagna wurden auch Probleme in Venetien und der Lombardei gemeldet. Die Region hat den Ausnahmezustand in Rom beantragt, um schnell Mittel zu erhalten und Maßnahmen durchzusetzen.
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