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Dorf und Familie

Bauernhofurlaub gegen Mitarbeit, Rindfleischreifung und TBC im Allgäu

Externer Autor
am
04.01.2013

Wo kann man Urlaub gegen Arbeit machen? Wie lässt man Fleisch optimal reifen? Und wie ist die TBC in Bayern einzuschätzen?

Suche Bauernhof Urlaub gegen Mitarbeit
Knorre fragt: "Ich und meine Freundin suchen für diesen Sommer bzw. Frühjahr einen Bauernhof bei dem wir für 1-2 Wochen ein wenig mitarbeiten können und dafür kostenlos wohnen können und verpflegt werden. Ich bin gelernter Schreiner, daher handwerklich geschickt und habe Erfahrung im Bereich Garten und Wald." herpautro gibt den Tipp: "[www.suedtirol.com] Urlaub der besonderen Art !!!" staubfee meint dazu: "oh...das liest sich gut. Vielleicht hat ja jemand auch nen UrlaubsPlatz auf seinem Hof. Den ich mir durch Arbeit auf selbigen *verdienen*. Kann eh nicht ohne Arbeit und schon gar nicht im Urlaub" Maikatze hat noch eine andere Adresse: "www.bergbauernhilfe.it ... ich hab's schon gemacht. Vielleicht diesen Sommer wieder...Unbürokratisch, herzliche Menschen, wunderschöne Natur, auch körperlich anstrengende Arbeit, nicht immer schönes Wetter, viele,viele, unvergesslich schöne Tage. Wichtig: gute Bergschuhe, Arbeitshandschuhe, Pflaster für Blasen.... an Händen und Füßen." Kuhjager stellt allerdings noch ein paar kritische Fragen: "Wie sieht das aus mit Versicherung? Im Falle, es passiert was, Unfall, Krankheit? Oder der "Urlauber" baut großen Mist, z.B. Maschine schrotten, etc.Das würde mich interressieren. Und, ist das dann Schwarzarbeit oder net? Bin schon gespannt auf Antworten" Darauf Maikatze: "Die Versicherung,... da könnte es haken. In Südtirol ist's ja offizielle ehrenamtliche Mithilfe, versichert wird man über den Verein Bergbauernhilfe. (In der Schweiz muss man sogar Gebühren für die Mithilfe auf den Höfen bezahlen, habe ich gehört / gelesen)."
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TBC im Allgäu

BunnyBabsel schreibt: "Hab grad erfahren das im Ostalgäu, Augstburg und LL erste bestätigte Fälle vom TBC bie Rindern sind und dort das totale Chaos herscht. Wer von euch is betroffen und im Sperrgebiert eingesperrt? Wie ist die Seuche TBC einzuschätzen?Könnte sich TBC auch in ganz Deutschland ausbreiten?" Didl kommentiert: "Das war nur eine Frage der Zeit, bis die TBC wieder auftaucht..."  und oimarin ergänzt: "War wirklich nur eine Frage der Zeit, ist doch klaro die Leute sind ja in der ganzen Welt unterwegs und bringen diese tollen Dinge wieder mit zu uns. In Vorarlberg und Tirol haben sie schon mehrere Betriebe gehabt..." Dem entgegnet Mim: "War die TBC nicht aus den heimischen Wildbeständen? Die Meldungen dazu liefen doch schon die ganze Zeit das kein heimisches Wildbret verzehrt werden darf. So wie in Mc Pomm bei den Wildschweinen schon lange Brucellose im Resevoir ist."Und HJ72 meint: "Fast mehr als über das Wild würde ich die Verbreitung durch Wanderschäfer fürchten" 

Rindfleischreifung

Die einen kaufen einen neuen Grill die anderen eine neue Küche. Das wichtigere ist aber das Ausgangsprodukt. damit leitet bummalschupsa sein Thema ein und schreibt weiter: "Wie haltet es Ihr mit der Reifung des Fleisches? Bei mir wird das Fleisch nach dem Schlachten eine Woche abgehangen und dann Vakumiert. Wie ich jetzt zur Weihnachtszeit mitbekommen habe wird das meiste am 10. Tag nach dem Schlachten schon verzehrt. Bei mir lagert es Vakumiert noch 4 Wochen im Kühlraum. Wie handhabt Ihr es? Ich brauche ich auch ein schönes Stück für eine Familienfeier. Welche Rasse würdet Ihr wählen" Donny antwortet: "Nach dem 3 Tag vom Schlachten, wird es grob zerlegt und kommt 5-6 Wochen vakkumiert in den Kühlraum. Dann wird es fein zerlegt und es bekommt die Kundschaft." Und DWEWT schreibt: "die Fleischqualität wird schon vor der Schlachtung des Rindes maßgeblich bestimmt. Herrschen hier optimale Bedingungen, ist der Grundstein für optimale Qualität gelegt. Nach der Schlachtung muß der Schlachtkörper in 12 bis 16 Std., auf ca 10 GradC herabgekühlt werden. Die optimale Luftfeuchte beträgt hier ca 85%. Wird der Schlachtkörper zu schnell abgekühlt, kommt es zum "cold shortening", einer Muskelverkürzung, die fast irreversibel ist. Nach dem Abkühlen sollte der Schlachtkörper eine Nachreife, bei ca 3GradC, über einen Zeitraum von 7 bis 9 Tage erfahren. Diese Zeit sollte verlängert werden, wenn die äusseren Bedingungen bei der Schlachtung nicht optimal waren. Allerdings ist hier besonders auf die Hygiene zu achten. Die Kühlung sollte ein Umluftsystem haben, damit die Schlachtkörperoberfläche ausreichend trocken bleibt, jedoch nicht austrocknet. Nach dieser Reife sollte der Schlachtkörper zerlegt werden. Besonders hochwertige Stücke, vor allem die Kurzbratstücke, können zum Zweck der weiteren Reife, aber auch um sie bis zur Zubereitung nicht tiefgefrieren zu müssen, in Vakuumbeutel eingeschweisst werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass ein maximales Vakuum gewährleistet ist. Für zwei bis maximal vier Wochen, kann das Fleisch dann bei max. 2GradC, möglichst dunkel gelagert werden. Bei der Auswahl des Fleisches kommen natürlich subjektive Präferenzen zum Tragen. Besonders schmackhaft und von Natur aus mürbe, sind ausreichend marmorierte Fleischstücke. Hier sind in der Reihenfolge abnehmender Qualität, die Rassen: DA, AU und FVF zu nennen. Alle anderen genannten Rassen bringen lediglich visuell wertvolles Fleisch."
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Akute Mastitis

Auch Staubfee erwartet sich wertvolle Tipps von den Landliveusern: "Ich bin ja nur Melkerin, aber bei mir im Stall häufen sich die Mastitisfälle enorm, der Jungbauer meint es liegt am *Melker* mir is nur Schleierhaft wieso zu 90% nur linke Eutervierte betroffen sind. Ich hingegen sage immer das es auch an der Angalge liegen kann das man eigentlich nach ca 750 *Benutzungen* die Zitzengummis wechseln sollte. Er meint Silikongummis muss man nur wechseln wenn sie kaputt sind. Ich weiss nicht mehr weiter, der Altbauer ist auch der Meinung das es an der Anlage liegt. und will nen Experten kommen lassen. Hat jemand von Euch Tipps?" Llanes meint: "Normalerweise sind doch die Altbauern die sturen, die den anderen die Schuld zuschieben und die Jungen sind entspannter. Wenn 90% der Entzündungen immer in bestimmten Vierteln vorkommen, dann Tipp ich auch ganz klar auf technische Probleme." Matthias schreibt: "Ich hab zwar mit Silikongummis keine Erfahrung, aber wie bekommt ihr mit wann sie kaputt gehen bzw wie (oft) wird das geprüft? Ansonsten würde ich der Reihe nach die Schläuche überprüfen, alles was brüchig ist wechseln. Pulsator überprüfen. Ich würden in jedem Fall mindestens einmal im Jahr die Melktechnik überprüfen lassen, entweder vom Service oder von einer unabhängigen Prüfstelle (LKV). Wenn sich die Mastitiden häufen hast du das Geld sowas von Schnell wieder drin. Habt ihr eine Melkzeugzwischendesinfektion?" auf die Antwort von staubfee: "Wenn ich alles was brüchig is raushauen sollte....muss ich wohl ALLES wechseln......
is viel brüchig von den Schläuchen.  Und Zitzengummis die kaputt sind., du siehst ja nix ,die sind gelb und pfeifen tut es auch nicht immer wobei ich schon ab und an mal komische geräusche höre." meint er: "Dann hast du auf alle Fälle eine Argumentationshilfe wenn die Schuld bei dir gesucht wird. Mach ihnen klar das die Melktechnik erst mal auf einen ordentlichen Stand gebracht werden muss. Brüchige Schläuche gehen gar nicht, normalerweise müssten spätestens nach einem Jahr alle Gummiteile getauscht werden, was ich auch übertrieben finde. Aber spätestens wenn es brüchig ist ist die Anlage nicht mehr zuverlässig. Genau wie die Silikongummis, da hab ich immer im Ohr das sie 2-3 mal so lange halten sollen wie die normalen Gummis. Bedeutet aber auch das sie irgendwann mal auch gewechselt müssen."

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