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Bauernkrieg in Krasnodar: Landwirte kämpfen gegen Agrarriesen

Ernte von Sonnenblumen
am Freitag, 16.03.2018 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

Eine Doku berichtet vom Kampf kleiner Landwirte gegen die Machenschaften riesiger Agrar-Holdings. Sie würden den Bauern mal brutal, mal mit juristischen Tricks ihr Land und ihre Ernte stehlen.

Am Freitag um 19.15 Uhr geht es in einer Dokumentation auf Phoenix um die Landwirtschaft in Russland. ARD-Korrespondent Udo Lielischkies hat sich im Süden des Landes umgesehen. Dort stehlen Agrar-Riesen einfachen Bauern Land und Ernte, so der Journalist. Mal erfolge dies brutal, mal mit juristischen Tricks.

Fakt ist laut Lielischkies: In der Region Krasnodar findet ein regelrechter Raubzug statt. Und die Polizei schaue dabei zu – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Agrar-Holdings stehlen Ernte gewaltsam

Die Agrar-Holdings spielten mit harten Bandagen: Sie machen kleinen Betrieben einfach die Ernte streitig und stehlen sie gewaltsam, so der ARD-Korrespondent. Ehemalige Kolchosen würden gezielt in den Konkurs getrieben und dann übernommen. Und wo das nicht gelingt, seien erschlichene Pachtverträge ein anderer Weg, um einfache Landwirte um ihren Grund und Boden zu prellen.

Präsident Putin hat eine Regierungs-Kommission in den Bezirk geschickt, um den Vorwürfen nachzugehen.

Aussichtsloser Kampf gegen gegen Agrarriesen

Doch die Kleinbauern würden keine Hilfe erwarten, denn der russische Agrarminister selbst gehört zu den größten Landbesitzern der Region, so Lielischkies. Der Journalist erlebt im Rahmen der Dreharbeiten mit, wie die Polizei bei diesen Machenschaften hilflos zusieht, denn sie würden im Zusammenspiel mit Richtern, Staatsanwälten und Regional-Politikern geschehen. Sie stünden aus verschiedensten Gründen auf Seiten der Agro-Konzerne, erklärt der Korrespondent.

Einige Landwirte wehren sich - und kämpften einen schier aussichtslosen Kampf.

Mit Material von Phoenix

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