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Zukunftsstrategie Tierhaltung DBV

Bauerntag: Tierhaltung im Fokus

pd
am
27.06.2012

Fürstenfeldbrück - In einem Forum auf dem Bauerntag steht die Tierhaltung im Mittelpunkt. Es gilt einen Weg zu finden, der erfolgreiches Wirtschaften und gesellschaftlicher Akzeptanz der Gesellschaft in der Tierhaltung verbindet.

Kaum ein Thema bewegt derzeit mehr als die Frage nach der zukünftigen Entwicklung der  Tierhaltung. Vor Ort regen sich (auch in veredlungsarmen Regionen) Kritik und Widerstand gegen neue Tierställe. Tierschutz- und Verbraucherverbände und andere NGOs fordern mehr Tier-, Klima- und Umweltschutz in der Landwirtschaft ein und geißeln den zu hohen Fleischverzehr der deutschen Verbraucher und finden mehr und mehr.
Widerhall in Medien und Politik, aber auch bei den Marktpartnern der Landwirte. Diese  fragen sich ihrerseits, wie angesichts eines härter werdenden Wettbewerbs und zunehmender gesellschaftlicher Ansprüche eine betriebliche und familiäre Zukunftsperspektive erhalten werden kann.
 
Offenkundig verlagert sich – ausgehend von einer scheinbaren "Überflusssituation" bei Fleisch – der Fokus zunehmend vom Preis oder von Produktqualitäten hin zur Prozessqualität und damit auf die Art und Weise der Nutztierhaltung. Zunehmend wird die Sicherung der gesellschaftlichen Akzeptanz zu  einem wichtigen Faktor für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg der Nutztierhaltung in Deutschland.

Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit schließen

Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die Frage nach der Zukunft der Tierhaltung zu einem wahren Brennpunkt, nicht nur für den einzelnen Landwirt, der investieren will, sondern auch für den Verband und seine Gremien, der weiterhin gute Rahmenbedingungen am Veredlungsstandort Deutschland sichern will. Es muss ein Weg gefunden werden, wie die Tierhaltung in Deutschland wirtschaftlich erfolgreich und gleichzeitig gesellschaftlich verankert bleibt.
 
Nicht zuletzt die Ergebnisse der jüngsten Emnid-Studie zum Bild der Landwirtschaft bestätigen diese Aufgabenstellung. Zwar wird den Landwirten ein hohes Maß an Kompetenz und Vertrauen entgegengebracht. Insbesondere aber der verantwortliche Umgang mit Nutztieren und die Wahrung nachhaltiger Prinzipien wird als (vermeintlich nicht ausreichend erfüllte) „Wunscheigenschaft“ mehr und mehr an die deutschen Landwirte herangetragen. Der Berufstand ist gefordert, diese „Soll-/Ist-Lücke“ zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu schließen.
pd
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