Laut einem Bericht der "Märkischen Allgemeinen" soll die Agrargesellschaft Uetz, die zu Folgarts Firmengruppe gehört, Kettenbriefe an Grundbesitzer in der Region Potsdam-Mittelmark verschickt und darin um den Ankauf von Land angefragt haben. Die auf den Flächen ansässigen Pächter fühlten sich übergangen und "in ihrer Existenz bedroht", so die Märkische Allgemeine.
LBV-Vorstand stellt sich hinter Folgart
Der Vorstand des Landesbauernverbandes Brandenburg befasste sich deswegen am gestrigen Mittwoch auf einer außerplanmäßigen Sitzung mit den Vorwürfen gegen den LBV-Präsident Udo Folgart. Nachdem Folgart die Vorgänge aus seiner Sicht erläutert hatte, "sprach der Vorstand seinem Präsidenten das volle Vertrauen aus", heißt es in einer Presseerklärung des Landesbauernverbands Brandenburg.
Folgart: Habe von den Briefen nichts gewusst
"Er hat uns erklärt, dass die Aktion ein Alleingang seines Betriebsleiters war", schildert LBV-Pressesprecher Holger Brantsch. "Folgart wusste nichts von den Briefen, wären sie über seinen Tisch gegangen, wäre das alles so nicht geschehen", meint Brantsch weiter. Er widerspricht auch Presseberichten, wonach bereits einige Grundstückskäufe getätigt wurden: "Es waren nur Anfragen an die Grundstücksbesitzer. Tatsächliche Flächenkäufe gab es nicht." Das ganze Thema sei von der Presse hochgespielt worden.
Betriebsleiter behält seinen Posten
Der besagte Betriebsleiter darf seinen Posten in Folgarts Firma behalten. Allerdings hat er, wie Brantsch berichtet, selbst Konsequenzen gezogen: "Der Betriebsleiter war Vorstand im Kreisbauernverband Potsdam-Mittelmark. Diesen Posten hat er jetzt Ruhen lassen."
Bauernverband: 'Für uns ist das Thema erledigt'
Der Landesbauernverband Brandenburg gibt sich mit der Erklärung seines Präsidenten Udo Folgart zufrieden: "Für uns ist das Thema hiermit erledigt", verspricht Brantsch. (pd/ez)
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