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Umwelt

Baum fällen/auf den Stock setzen: Wann ist es erlaubt?

von , am
02.10.2014

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Bäume zu fällen oder Hecken auf den Stock zu setzen? Wann ist es wieder erlaubt, gibt es Ausnahmen und Einschränkungen? Hier die Antworten …

Das Bundesnaturschutzgesetz regelt über §39, wann es verboten ist, Bäume zu fällen beziehungsweise Hecken und Büsche auf den Stock zu setzen. Die Maßnahmen sind laut Bundesnaturschutzgesetz zwischen dem 1.März und dem 30. September verboten. Das heißt im Umkehrschluss, zwischen dem 1. Oktober und dem 28. Februar sind die Maßnahmen wie Fällen, Schneiden und auf den Stock setzen erlaubt.
 
Im Gesetzestext ist von "schonenden Form- und Pflegeschnitten zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen" die Rede. Das gilt für Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen sowie Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze. Allerdings gibt es Ausnahmen.

Bäume fällen - in der Verbotszeit

Bäume können auch in der Verbotszeit gefällt werden. Das gilt zu Zwecken wie:
  • Baumaßnahmen (wenn gefällt werden muss)
  • behördlich angeordneten Maßnahmen
  • behördlich durchgeführte oder
  • behördlich zugelasse Maßnahmen
  • öffentliches Interesse
  • Verkehrssicherheit
Die Bundesländer sind bevollmächtigt, die Verbote auszuweiten oder zu entschärfen. Es ist daher ratsam, sich bei der örtlichen Gemeinde zu erkundigen. Das gilt insbesondere für die "Knickpflege" (siehe unten).

Bäume fällen/Hecken roden: Einschränkungen zum Schutz der Vögel

Es gibt Einschränkungen zum Beispiel zum Vogelschutz, darauf weist der BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz, hin. Es ist bei jeder Baumpflegemaßnahme an den Tierschutz zu denken. Also ist vorab zu prüfen, ob sich Vögel oder Säugetiere (Igel) im Baum, im Geäst in der Hecke befinden. Vor allem, während Vögel in sogenannten Horstbäumen brüten, dürfen diese nicht gefällt werden. Allerdings können Gemeinden Sondergenehmigungen erlassen, wenn durch brechende Bäume oder große Äste Gefahr für die Öffentlichkeit besteht. 
 
Die Einschränkung gilt ebenso für Hecken. Sie dürfen aus Gründen des Vogelschutzes während der Brutsaison nicht gerodet werden. Erlaubt ist hier wiederum ein sogenannter Formschnitt. Der darf ganzjährig gemacht werden. 

Auf den Stock setzen - Knicken

Das Bundesnaturschutzgesetzt regelt als übergeordnetes Werk die Knickpflege, das "Auf den Stock setzen". Auch hier ist es ratsam, bevor die Astschere zum Einsatz kommt, sich zu erkundigen, was auf Landesebene geregelt ist. Im Land Schleswig-Holstein beispielsweise gelten seit dem 1. Juli 2013 neue Regelungen für die Knickpflege. Damit wurden die Pflegemaßnahmen stark eingeschränkt. Eine nicht fachgerechte Knickpflege kann unter Umständen zu einer Ordnungswidrigkeit heranreifen. Ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt, muss die zuständige Untere Naturschutzbehörde prüfen.
 
Die Landwirtschaftskammer in Schleswig-Holstein weist darauf hin, dass Maßnahmen verboten sind, die den Knick zerstören oder sonstige erhebliche oder nachhaltige Beeinträchtigungen am Knick bewirken.

Deutsche Meisterschaft im Leistungspflügen

Die Teams aus den neuen teilnehmenden Bundesländern waren bereits unter der Woche angereist. © Krauß
Der 'Hoher Schlag' versrpach gleiche Bedingungen für alle - bei der 34. Deutschen Meisterschaft im Leistungspflügen. © Krauß
Sachsen-Anhalt, Saalekreis, Bad Dürrenberg. © Krauß
140 Hektar Trainings-, Wettkampf- und Ausstellungsfläche, bereitgestellt von der Agrargenossenschaft Bad Dürrenberg. © Krauß
19 Beetpflüger, 20 Drehpflüger. Die Junglandwirte hatten sich in regionalen Meisterschaften qualifiziert. © Krauß
Am Samstag konnten sich die Pflüger auf ihren zugelosten Flächen noch mit Teamkameraden, Helfern und Kollegen beraten. © Krauß
Unter den 19 Beetpflügern auch der DM-Titelverteidiger von 2012 und WM-Teilnehmer 2014, Johannes Bendele aus Baden-Württemberg. © Krauß
"Die Furche ist gerade zu ziehen und das geht nur, wenn es einen festen Punkt am Horizont gibt, einen Baumwipfel oder dergleichen, den der Bauer nicht aus den Augen verliert. Verliert er diesen Punkt, so wird die Furche schief. " Geradheit © Krauß
21. September, morgens Gottesdienst. danach Grußworte der sachsen-anhaltinischen Agrarstaatssekretärin Anne-Marie Keding (CDU). © Krauß
Helmut Wolf, Vorsitzender des Pflügerrates lässt die 39 Pflüger gegen 11:30 Uhr los. Die Traktoren starten mit ihren 2- bis 3-Scharpflügen gerade die Parade entlang der Parzellen - da tröpfelts erst, dann regnets. © Krauß
Doch zeitgenau zur Aufstellung zur Spaltfurche blieb es vorerst bei den wenigen Tropfen. In den nächsten Stunden wendeten die Drehpflüger eine Fläche von 16/24 x 100 m beim 2-Schar-Pflug bzw. 24/36 x 100 m beim 3-Schar-Pflug. © Krauß
Die ersten beiden Fahrten des Pflügens werden als Spaltfurche bezeichnet. Bei der Spaltfurche wird der Boden in beide Richtungen aufgeschlagen. © Krauß
Immer dabei: die Jury-Teams, die in den jeweils 13/14 Einzelkategorien ihre Punkte (max 10/Kategorie) verteilten. © Krauß
Im Teilnehmerfeld am Start: Sonja Jordan aus Schleswig-Holstein, die mit Platz 9 unter den 19. Beetpflügern sauber abschnitt. © Krauß
Ist noch Bewuchs zu sehen? Wie dicht liegen die Fruchen zusammen? © Krauß
Zum Ende dann der Gesamteindruck. © Krauß
Leistungsvergleich der Pferdepflüger um den "Goldenen Pflug des Saalekreises", organisiert/kommentiert von Matthias Jentzsch. Fünf Sachsen-Anhalter und acht Sachsen nahmen mit ihren Gespannen daran teil. © Krauß
Die zwei Dampfpfluglokomotiven, erbaut 1928 von der Firma Heuke in Gatersleben, zogen beim historischen Dampfpflügen viele Besucher an, © Krauß
Mit ein paar PS weniger pflügte dieser Lanz-Bulldog die Scholle. © Krauß
Der allradgetriebene Kirowez K 700A der Agrargenossenschaft Bad Dürenberg, nach dem Leistungspflügen bei mittlerweile strömenden Regen. 8-Zylinder-Viertakt-Diesel, Direkteinspritzung, Turbolader bei 158 kW und fast 13 Tonnen. © Krauß
Technik heute: Quadtrac 550 von Case mit Kverneland Pflug mit Packer der AG Dürrenberg. © Krauß
2,5 Stunden nach Ende des Wettkampfs und strömenden Regen (der die Pferdepflüger voll erwischte) gab es die Juryergebnisse: die 20 besten Drehpflüger bei der Siegerehrung. © Krauß
Die Erstplatzierten beim Drehpflug mit Pflügerkönign Katharina Voigt (v.l.n.r.): Benjamin Lenz (3. Platz, BW), Sebastian Murkowski (1. Platz, RP), Matthias Stengelin (2. Platz, BW) © Krauß
Siegerehrung: Die 19 besten beim Beetpflug. Ausgezeichnet durch den Vorsitzenden Pflügerrat Deutschland e.V. Helmut Wolf (r.), Sachsen-Anhalts Bauernverbandspräsident Frank Zedler (2.v.r) und BMEL-Unterabteilungsleiter, MinDirig Ralf Wolkenhauer (3.v.r). © Krauß
Pflügerkönigin Katharina I. inmitten des Podiums bei den Beetpflügern, allesamt für Baden-Württemberg gestartet (v.l.n.r.): Carsten Berl (2. Platz), Johannes Bendele (1. Platz), Sebastian Körkel (3. Platz) © Krauß
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