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Kaufangebot

Bayer bietet 62 Milliarden Dollar für Monsanto

Logos von Bayer und Monsanto
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Anke Fritz, agrarheute
am
23.05.2016

Der Bayer-Konzern will den US-Agrarchemieriesen Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar kaufen. Das Dax-Unternehmen legte am Montag nach längeren Spekulationen ein offizielles Angebot vor.

Bayers Kaufangebot für Monsanto hat am Montag zunächst reichlich Kopfzerbrechen bei den Anteilseignern des deutschen Pharma- und Chemiekonzerns hervorgerufen. Die Sorgen drehten sich dabei um den Kaufpreis, den viele Experten als zu hoch empfinden, sowie um dessen Finanzierung. Die gebotenen 122 US-Dollar je Aktie des US-Agrarchemie-Spezialisten summieren sich inklusive der Unternehmensschulden auf 62 Milliarden Dollar - laut Bayer ein Aufschlag von 37 Prozent auf den Schlusskurs der Monsanto-Aktie vor zwei Wochen.

Das sei «für ein erstes Angebot ein recht hoher Preis», kommentierte ein Börsenhändler. Er habe mit einem um 2 Dollar niedrigeren Preis je Aktie gerechnet, ergänzte Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff.

Bayer-Titel verlieren an der Börse

Entsprechend ging es für die Bayer-Titel, die bereits in der Vorwoche unter ersten Berichten an einem Monsanto-Interesse gelitten hatten, weiter bergab: Sie sanken bis auf 86,30 Euro, was den niedrigsten Stand seit Oktober 2013 bedeutete. Gegen Mittag konnten sie bei 87,14 Euro ihr Kursminus auf 2,68 Prozent zwar etwas eindämmen, blieben damit aber abgeschlagenes Schlusslicht im wenig bewegten Dax.

BASF kommentiert Bayerangebot nicht

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will sich zum milliardenschweren Angebot seines Rivalen Bayer für den US-Agrarchemie-Spezialisten Monsanto nicht äußern. «Wir kommentieren dies nicht», sagte eine BASF-Sprecherin in Ludwigshafen am Montag auf Anfrage.

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