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Wirtschaft

Bayer CropScience baut Produktion in Wismar aus

pd
am
26.03.2014

Wismar - Bayer CropScience baut seinen Standort in Mecklenburg-Vorpommern aus. Das Unternehmen will dort 18 Millionen Euro in eine neue Anlage zur Herstellung biologischer Pflanzenschutzmittel investieren.

Beim symbolischen Spatenstich gaben Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Bernd Naaf, Vorstandsmitglied der Bayer CropScience AG, und Dr. Peter Lüth, Geschäftsführer der Bayer CropScience Biologics GmbH, am Montag das Signal für den Baubeginn der Produktionsanlage. Die geplanten Investitionen in den Standort Wismar umfassen den Bau einer neuen Anlage zur Herstellung biologischer Pflanzenschutzmittel und der erforderlichen Infrastruktur.
 
Der schrittweise Ausbau der Produktionskapazitäten soll spätestens im Jahr 2016 abgeschlossen sein. Darüber hinaus plant Bayer CropScience, seine lokalen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern in einem neuen Gebäudekomplex in Wismar zu konzentrieren. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 18 Millionen Euro.
 

Produktions- und Forschungsstandort

"Der Einsatz von Biologika ist ein weiterer zukunftsweisender Weg, um die landwirtschaftliche Produktivität auf nachhaltige Weise zu erhöhen", sagte Bayer CropScience-Vorstandsmitglied Bernd Naaf. "Die geplanten Investitionen in unseren deutschen Standort Wismar sind daher nicht nur ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Position von Bayer CropScience als führendem Anbieter von integrierten Lösungen für die Landwirtschaft. Mit unserem Saatgut-Angebot und der Kombination von chemischen und biologischen Mitteln sowie Services unterstützen wir unsere Kunden, eine bessere Qualität des Ernteguts zu erzielen." Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern bezeichnete die geplanten Investitionen als Anerkennung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Wismar.

Forschung auf 1.600 Quadratmetern

Derzeit wird am Bayer-Standort in Malchow auf der Insel Poel an neuen biologischen Lösungen auf Basis von Pilzsporen geforscht. Zukünftig wird Bayer CropScience seine lokalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Wismar konzentrieren. Sobald der rund 1.600 Quadratmeter große zweistöckige Gebäudekomplex mit Labors, Technika und Büros fertiggestellt ist, könne mit dem Umzug begonnen werden. Der Umzug der F&E-Aktivitäten ist für das Jahr 2015 geplant. Einschließlich eines Lagers werden den Bayer-Mitarbeitern zukünftig 4.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen - ausreichend Raum für optimale Produktions- und Fermentationsbedingungen.
 

Biologisch gegen Nematoden und Schadpilze

In Wismar werden das Nematizid 'BioAct' und das Fungizid 'Contans WG' hergestellt, welches insbesondere in tropischen und subtropischen Ländern in Obst und Gemüse zum Einsatz kommt. Darüber hinaus hat Bayer eine patentierte Technologie zur Feststoff-Fermentation entwickelt. Damit lassen sich große Mengen pilzlicher Biomasse sowie Pilzsporen unter sterilen Bedingungen produzieren. Diese dienen als biologische Wirkstoffe in Pflanzenschutz-Formulierungen.
 
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