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Wirtschaft

Bayer CropScience plant neues Zuchtzentrum

pd
am
08.08.2012

Monheim - Neue Sorten mit höheren Erträgen will Bayer CropScience künftig in einem neuen Zentrum für Weizen und Raps züchten. Zwölf Millionen Euro sollen in das Projekt im australischen Horsham fließen.

Die neuen Sorten sollen auf die Bedingungen in Australien zugeschnitten sein. Das Zuchtzentrum entsteht in der Region Wimmera nahe der Stadt Horsham (Victoria).
 
Zudem sollen die Züchtungsaktivitäten von Bayer CropScience für Weizen und Raps in Australien vom neuen Zentrum aus koordiniert werden. Mit dem Longerenong College und der Workco Ltd. wurde ein langfristiger Pachtvertrag für ein Grundstück geschlossen, auf dem Labore und Gewächshäuser gebaut werden sollen. Bis zu 20 Mitarbeiter sollen in dem Zentrum arbeiten.

Sorten speziell an australische Wachstumsbedingungen angepasst

"Angesichts einer weltweit wachsenden Nachfrage nach Weizen und Raps verstärken wir unsere Anstrengungen, neue Sorten mit hohen Erträgen zu entwickeln, die Schädlingen und Krankheiten besser widerstehen und auch unter Umweltstress wie Trockenheit gedeihen", sagt Dr. Mathias Kremer, Leiter des Geschäftsbereichs BioScience.
 
Australien gehört zu den größten Exporteuren von Agrargütern. Die Regierung des Bundesstaats Victoria kündigte an, rund eine Million Euro in die Zugangsstraßen zu der Einrichtung zu investieren, und die Stadt Horsham hat knapp 100.000 Euro zu dem Projekt beigetragen. Der Bau des Zuchtzentrums wird in den nächsten Monaten beginnen. Die ersten lokalen Zuchtprogramme sollten bis Ende dieses Jahrzehnts Ergebnisse für die Landwirte in Australien liefern.
 
Weltweites Netzwerk von Zuchstationen
 
Unternehmensangaben zufolge ergänzt die neue Zuchtstation das globale Netz von Weizen- und Raps-Zuchtstationen, die Bayer CropScience in Schlüsselmärkten in Nordamerika und Europa betreibt. Mittelfristig ist ein weiterer Ausbau insbesondere der Weizen-Zuchtstationen in Asien und Lateinamerika geplant.
 
Zusätzlich baut das Unternehmen ein Netzwerk mit international führenden Forschungseinrichtungen auf, so mit CSIRO in Australien und Evogene in Israel.
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