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Wirtschaft

Bayer: Guter Start in 2013

AgE
am
30.04.2013

Leverkusen - Insbesondere dank der positiven Entwicklung seiner Life-Science-Geschäfte bei HealthCare und CropScience ist der Bayer-Konzern erfolgreich in sein 150. Jubiläumsjahr gestartet.

Wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Marijn Dekkers mitteilte, konnte der Teilkonzern CropScience den Umsatz im ersten Quartal 2013 trotz eines späten Saisonstarts in der nördlichen Hemisphäre im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 7,2 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro steigern.
 
Dazu trugen allein die Bereiche Pflanzenschutz und Saatgut mit einem Umsatzplus von zusammen wpb. 8,5 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro bei; der Umsatz im Geschäftsbereich Environmental Science ging dagegen wpb. um 10,2 Prozent auf 164 Millionen Euro zurück.

Starker Umsatzzuwachs in Nordamerika

Einen besonders starken Umsatzzuwachs von wpb. 14,3 Prozent auf 984 Millionen Euro erzielte CropScience in Nordamerika; aber auch in den übrigen Regionen war die Entwicklung positiv. Laut Dekkers wurde das Geschäft weiterhin durch das anhaltend hohe Preisniveau für Agrarrohstoffe begünstigt. Das bereinigte EBITDA von CropScience wuchs im ersten Geschäftsquartal 2013 um 9,9 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro, im Wesentlichen dank höherer Preise und Absatzmengen. Dekkers zufolge plant CropScience unverändert, über dem Markt zu wachsen. Der Teilkonzern erwartet für das gesamte Geschäftsjahr 2013 eine Steigerung des Umsatzes im oberen einstelligen Prozentbereich in Richtung neun Milliarden Euro; 2012 hatte der Teilkonzern einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro erzielt.

Konzernausblick für 2013 bestätigt

Bei dem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA ist ebenfalls ein Zuwachs im oberen einstelligen Prozentbereich geplant. Der Umsatz des Gesamtkonzerns stieg im Berichtsquartal wpb. um 3,7 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Dabei fiel das Plus in den Wachstumsmärkten mit wpb. 6,8 Prozent fast dreimal so hoch aus wie in den Industrieländern, wo ein Zuwachs von wpb. 2,5 Prozent verzeichnet wurde. Besonders kräftig konnte das Geschäft in Brasilien, Russland, Indien und China - den BRIC-Staaten - ausgebaut werden. Für das gesamte Geschäftsjahr 2013 sieht Bayer weiter eine attraktive Perspektive.

Gutes Herbizidgeschäft

Im Pflanzenschutzbereich des Teilkonzerns CropScience trugen im ersten Quartal 2013 alle Geschäftsfelder zum Umsatzwachstum bei. Den prozentual größten Anstieg erzielte das Geschäft mit Saatgutbehandlungsmitteln, wo ein Umsatzplus von wpb. 14,6 Prozent auf 225 Millionen Euro erzielt wurde. Hier schlugen sich insbesondere gesteigerte Umsätze in Mais- und Sojabohnenanwendungen in den USA nieder. Auch das Herbizidgeschäft konnte eine zweistellige Wachstumsrate von wpb. 13,3 Prozent erreichen und kam auf einen Gesamtumsatz von 947 Millionen Euro. Die Fungizide legten wpb. um 8,7 Prozent auf 597 Millionen Euro zu, die Insektizide um wpb. 4,8 Prozent auf 342 Millionen Euro.

Geschäft in der Region Asien/Pazifik rückläufig

Das Saatgutgeschäft von Crop Science - der frühere Bereich BioScience - blieb in etwa auf dem Niveau des sehr starken Vorjahresquartals; hier wurden 489 Millionen Euro erlöst. Umsatzsteigerungen erzielte der Bereich insbesondere in Latein- und Nordamerika sowie in Europa, während das Geschäft in der Region Asien/Pazifik rückläufig verlief. Dort konnte die Steigerung der Umsätze mit Sojabohnensaatgut den durch verringerte Anbauflächen bedingten Rückgang bei Baumwollsaatgut nicht kompensieren. Allerdings verzeichnete das Gemüsesaatgutgeschäft erfreuliche Umsatzsteigerungen.

Höhere Umsätze bei Fungiziden

In Europa erhöhte sich der Umsatz des Pflanzenschutzbereichs in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres wpb. um 4,5 Prozent auf 940 Millionen Euro. Dieser Zuwachs ist laut Bayer im Wesentlichen auf höhere Umsätze bei Fungiziden in Frankreich sowie der Ukraine zurückzuführen. Das Geschäft mit Saatgutbehandlungsmitteln verzeichnete ebenfalls Umsatzsteigerungen, insbesondere aufgrund einer positiven Entwicklung der Produkte zur Anwendung in Raps in Deutschland. Die Insektizid- und Herbizidumsätze in Europa blieben allerdings - trotz negativer Wettereinflüsse - auf Vorjahresniveau.

Zuwächse in Brasilien

Ein sehr starkes Wachstum mit Pflanzenschutzmitteln konnte im Berichtsquartal in Nordamerika erzielt werden. Der Umsatz erhöhte sich wpb. um 28,2 Prozent auf 550 Millionen Euro. Auch der Markt in Kanada lief erfolgreich. In der Region Asien/Pazifik wuchs der Umsatz um wpb. 8,1 Prozent auf 303 Millionen Euro. Dazu trug vor allem ein Anstieg der Herbizidumsätze bei, insbesondere bei Produkten zur Anwendung in Reis und Plantagenkulturen. Die Umsatzerlöse in der Region Lateinamerika/Afrika/Nahost lagen mit 318 Millionen Euro wpb. 6,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Maßgeblichen Anteil daran hatten Zuwächse in Lateinamerika, hauptsächlich in Brasilien.
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