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Wirtschaft

Bayer-Konzern spürt leichte Konjunkturbrise

Externer Autor
am
27.10.2009

Leverkusen - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer spürt trotz eines Gewinneinbruchs in seiner Pflanzenschutzsparte wieder wirtschaftlichen Aufwind.

Das operative Ergebnis (EBITDA) vor Sondereinflüssen habe im dritten Quartal erstmals zugelegt und sei leicht auf 1,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen heute in einem Zwischenbericht mit. Bayer sei sehr zufrieden, die Trendwende geschafft zu haben, sagte Vorstandschef Werner Wenning in einer Telefonkonferenz.

Getragen wurde diese Entwicklung vor allem durch gute Geschäfte im Teilkonzern Gesundheit und einer weiteren Entspannung der durch die Wirtschaftskrise stark getroffenen Kunststoffsparte. Bayer halte weiter an dem Ziel fest, in diesem Jahr 32 Milliarden Euro Umsatz zu erwirtschaften und den Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen auf 5 Prozent zu begrenzen. Über den Zeitraum Januar bis Ende September 2009 lagen die Kernzahlen weiterhin deutlich im Minus: So schrumpfte der Umsatz um 6,8 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro und das EBITDA um 11 Prozent auf knapp 5 Milliarden Euro. Beim Nettoergebnis verzeichnete Bayer gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar einen Rückgang von 25 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Umsatz schrumpft

Während sich der Bereich Gesundheit krisenfest erneut als der Gewinnbringer des Bayer-Konzerns erwies, kam die Sparte Pflanzenschutz im dritten Quartal unter die Räder: Negative Währungseffekte, rückläufige Preise und ungünstige Witterungsbedingungen ließen das EBITDA vor Sondereinflüssen mit rund 48 Prozent förmlich einbrechen. Der Umsatz reduzierte sich um 8,8 Prozent. Wenning geht aber davon aus, dass sich die Geschäfte schon im kommenden Jahr normalisieren werden.

Positive Perspektiven

"Die Landwirte müssen ihre Produktivität auf begrenzten Anbauflächen verbessern und dazu benötigen sie innovative Pflanzenschutzmittel", betonte der Vorstandschef. Deshalb würden die Perspektiven für Bayer CropScience mittel- und langfristig positiv sein. In der Kunststoffsparte MaterialScience entspannte sich die Lage im dritten Quartal weiter. Auch wenn der Umsatz in dem Bereich mit 2 Milliarden Euro noch rund 20 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen habe, sei das EBITDA des zweiten Quartals fast verdoppelt worden. (pd)

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