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Agrarunternehmen

Bayer sieht sich bei Übernahme von Monsanto auf 'gutem Weg'

Bayer-Kreuz und Monsanto-Logo
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
10.03.2017

Bayer sieht sich bei der Übernahme von Monsanto auf einem guten Weg. Für Bayer CropScience sei 2016 zudem ein zwar schwieriges aber auch erfolgreiches Jahr gewesen.

Mit der vereinbarten Übernahme von Monsanto hat Bayer im vergangenen Jahr nach eigener Sicht strategisch einen weiteren großen Schritt nach vorne gemacht. "Das Portfolio beider Unternehmen passt sehr gut zusammen – dies sowohl mit Blick auf die Produktbereiche Pflanzenschutz, Saatgut und digitale Anwendungen als auch in Bezug auf die geografische Verteilung", erklärte Heinz Breuer, Leiter Unternehmenskommunikation von Bayer CropScience Deutschland GmbH, hierzu anlässlich des diesjährigen Pressegesprächs des Unternehmens in Quedlinburg.

Die Monsanto-Aktionäre hatten im Dezember 2016 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Transaktion zugestimmt. Auch bei den erforderlichen behördlichen Verfahren macht Bayer Fortschritte. Bei etwa zwei Dritteln der rund 30 Behörden wurden die Genehmigungen bereits beantragt. Bayer erwartet weiterhin, die Transaktion bis Ende 2017 abschließen zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt, dem Closing, werden Bayer und Monsanto weiter als zwei unabhängige Unternehmen operieren.

Die aktuelle gesellschaftliche Diskussion im Zusammenhang mit der Übernahme von Monsanto insbesondere in Deutschland nehme Bayer sehr ernst. "Bayer gibt es seit mehr als 150 Jahren und unsere Reputation ist unser höchstes Gut. Wir sind von unserer Arbeit überzeugt und wollen mit unseren Produkten dazu beitragen, die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze zu fördern", so Breuer.

2016: 'Schwieriges aber erfolgreiches Jahr'

2016 sei für Bayer ein schwieriges aber zugleich auch erfolgreiches Jahr.

"Der deutsche Pflanzenschutzmarkt stand für alle Anbieter unter hohem Druck. Der Markt verbuchte im Reinverkauf durch die Pflanzenschutzmittelhersteller einen Rückgang um mehr als zehn Prozent, im Verbrauch um ungefähr minus vier Prozent. Eine Ursache waren sicher die niedrigen Erzeugerpreise. Landwirte, die in dieser Situation aber einseitig auf den „billigen Jakob“ gesetzt haben, mussten am Ende feststellen, dass diese Strategie in puncto Ertrag und Qualität in der Regel nicht aufging. Zudem gab es höhere Lagerbestände auf allen Stufen und in einigen Segmenten auch Preisrücknahmen auf Seiten der Industrie," erklärte der Marketingleiter von Bayer CropScience Deutschland, Dr. Jörg Weinmann

'Marktanteile gewonnen'

Bayer habe sich in diesem schwierigen Umfeld sehr gut geschlagen. "Unter den Bedingungen des letzten Jahres bin ich zufrieden. Wir haben Marktanteile gewonnen und die Führung ausgebaut", sagte Weinmann. Stark gewonnen habe Bayer sowohl im Frühjahr als auch im Herbst mit den Getreideherbiziden. In diesem Segment als auch bei Getreidefungiziden ist das Unternehmen führend im deutschen Pflanzenschutzmarkt.

Auch das Geschäft mit Rapssaatgut konnte mit der Einführung einer weiteren Hybridsorte weiter vorangebracht werden.

Mit Material von Bayer Crop Science
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