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Politik national

Der Bayerische Bauernverband zieht Bilanz

von , am
26.04.2012

Herrsching - Der Bayerische Bauernverband erklärte das letzte Verbandsjahr als eines der Besten seit Bestehen. Im Rahmen der jährlichen Führungskräftetagung diskutierte der Verband zukünftige Ziele.

 
Anfang dieser Woche veranstaltete der Bayerische Bauernverband seine jährliche Führungskräfte-Tagung in Herrsching. Die Verbandsleitung zog insgesamt eine sehr positive Bilanz. Generalsekretär Hans Müller sprach von einer extrem hohen Akzeptanz und Anerkennung des Bauernverbands unter den Bauern, wie in der Politik. Breite Unterstützung in Bayern findet der Bauernverband auch bei seiner Initiative zum Flächenverbrauch. 69.000 bayrische Landwirte unterzeichneten die Petition des Deutschen Bauernverbands gegen den Flächenfraß. Der Flächenschutz ist eines der zentralen politischen Ziele. Der BBV-Generalsekretär kritisierte dabei auch die Position der Gemeinden, die Bauland und Gewerbegebiete auswiesen ohne Verantwortung für die Flächenerhaltung, da die Kosten auf den zukünftigen Eigentümer umgelegt werden. Es fehlten die finanziellen Anreize für einen Flächenschutz, stellte Müller fest.

Der BBV will das Berufsbild neu definieren

Für die neue Kampagne des BBV standen Landwirte und seine "Sahneschnitten" vor der Kamera. © BBV
Ein weiteres Thema der Tagung war das Berufsbild des Landwirts - sowohl in der Außendarstellung, als auch in der Innenwahrnehmung. Vor kurzem startete der BBV seine neue Öffentlichkeitskampagne mit Plakaten und Internetvideos. Die Kampagnenmotive sollen den Bauernstand "mit sympathischer Leichtigkeit" präsentieren. Erklärtes Ziel sei, "mehr Stolz und Selbstbewusstsein auf Bayerns Höfen und ein gesteigertes Verständnis bei den Verbrauchern."
 
Vor der Kamera standen für die Kampagne keine gecasteten Models, sondern die Landwirte selbst. Als Botschafter sollen sie die moderne Landwirtschaft von heute repräsentieren.
 
Der Verband arbeitet außerdem an einer Neudefinition des Berufsbilds. In zehn Arbeitsgruppen mit dem Motto "Bauer sein heißt..." sollen Leitlinien für die Repräsentation des Berufsstands gegenüber der Gesellschaft und der Politik erarbeitet werden.
 

Gerd Sonnleitners Amtszeit geht zu Ende

Für Gerd Sonnleitner war es die letzte BBV-Tagung als amtierender Verbandspräsident. Seine Abschlussrede wird wohl eine der letzten Amtshandlungen gewesen sein. Am 3. Mai wird er aus dem Amt scheiden und das Zepter an seinen Nachfolger übergeben. Möglicher Kandidat ist Für die Zukunft trete eine Diskussion über Märkte und Preise zunehmend in den Hintergrund, so Sonnleitner. Die Auseinandersetzungen mit der Gesellschaft werden, seiner Meinung nach, immer härter. In den Mittelpunkt rückten beispielsweise Themen wie Tier- und Umweltschutz. Nach seinem Ausscheiden wird er sich wieder ganz dem "Bauer und Opa sein" widmen, wie er sagt.

Wer für das BBV-Präsidentenamt kandidiert, lesen Sie hier ...

Sonnleitner: 'Folge dem Ruf meines Herzens - zurück auf die Scholle'

 
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