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Politik international

Bayern erhält die meisten Agrarbeihilfen

von , am
11.10.2010

Berlin - Unter den Bundesländern erhält Bayern die meisten Rückflüsse aus dem Europäischen Garantiefonds für Landwirtschaft und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.

© sima/fotolia.de

Wie aus einer Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Steffen Kampeter vom Bundesfinanzministerium auf eine Frage des SPD-Abgeordneten Klaus Hagemann hervorgeht, bekam Bayern im Jahr 2009 aus dem Europäischen Garantiefonds für Landwirtschaft (EGFL) - im Wesentlichen die landwirtschaftlichen Direktzahlungen - etwa 1,12 Milliarden Euro und aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) knapp 186 Millionen Euro; das entsprach jeweils einem Anteil von einem Fünftel.

Niedersachsen an zweiter Stelle

An zweiter Stelle folgte Niedersachsen einschließlich Bremen, das knapp 930 Millionen Euro beziehungsweise gut 122 Millionen Euro an Mitteln aus den beiden Fonds zog. An Nordrhein-Westfalen gingen rund 542 Millionen Euro an EGFL-Mittel sowie knapp 44 Millionen Euro an Rückflüssen aus ELER.

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384 Millionen Euro für Sachsen-Anhalt

Unter den neuen Ländern erhielt Sachsen-Anhalt mit gut 384 Millionen Euro den größten Batzen an landwirtschaftlichen Direktzahlungen. Bei ELER schnitt Sachsen mit etwa 74 Millionen Euro am besten ab, knapp vor Thüringen mit gut 73 Millionen Euro.

Berlin erhielt das meiste Geld aus dem ESF

Klar die Nase vorne haben die ostdeutschen Länder beim Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Größte Nutznießer waren hier 2009 Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit rund 393 Millionen Euro und 391 Millionen Euro. Das meiste Geld aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) erhielt Berlin mit gut 96 Millionen Euro, gefolgt von Thüringen mit etwa 93 Millionen Euro. (AgE)

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