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Agrarhandel

BayWa AG macht im ersten Halbjahr rund 8 Mrd. Euro Umsatz

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
03.08.2017

Die BayWa AG ist gut ins neue Jahr gestartet. Da der Konzern im Agrarhandel mit besseren Preisen und Erträgen rechnet, sind die Ergebnisprognosen für 2017 positiv.

Die BayWa AG, München, hat das 1. Halbjahr 2017 mit Umsatz- und Ergebnis-Steigerungen erfolgreich abgeschlossen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresergebnis deutlich um fast 32 Prozent auf 72,8 Millionen (Mio.) Euro. Der Umsatz stieg um 500 Mio. Euro auf rund 8 Mrd. Euro.

Für das 2. Halbjahr 2017 rechnet die BayWa aufgrund

  • der erwarteten Belebung des Agrarhandels,
  • der gestiegenen Investitionsbereitschaft der Landwirte und
  • allgemein guter Konjunkturdaten

mit einem weiteren Ausbau von Umsatz und EBIT im Vergleich zum Vorjahr. "Insgesamt sind die Vorzeichen für alle unsere operativen Einheiten gut, so dass die BayWa für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin von einer deutlichen Steigerung bei Umsatz und EBIT ausgeht", erklärte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz.

BayWa AG: Energie treibt Ergebnis

"Wesentlicher Ergebnistreiber im 1. Halbjahr war das Geschäftsfeld Regenerative Energien. Auch Technik und Bau haben sich sehr erfreulich entwickelt", erläuterte Lutz weiter. Die erneuerbaren Energien schlossen die ersten sechs Monate des Jahres 2017 mit einer EBIT-Steigerung um rund 26 Mio. Euro auf über 41 Mio. Euro ab.

Die Technik konnte sich beim EBIT von einem Minusergebnis im 1. Halbjahr 2016 auf ein positives EBIT von über 9 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr steigern.  "Die süddeutschen Betriebe waren trotz Milchkrise liquider als die norddeutschen Kollegen. Daher war die Bereitschaft gut, in neue Technik zu investieren," stellte Lutz im Rahmen der Pressekonferenz fest. Zudem trage der Ausbau des BayWa-Servicegeschäftes gute Früchte. Von Vorteil sei zudem, dass BayWa weltweit der größte Vertriebspartner von AGCO sei.

Auch das Bausegment profitierte von einer guten Konjunktursituation und steigerte das EBIT auf fast 7 Mio. Euro.
 

BayWa rechnet mit besseren Getreidepreisen

Der internationale Agrarhandel konnte aus Sicht der BayWa AG noch nicht an die Vorjahreszahlen anknüpfen. Dies lag unter anderem an Restrukturierungskosten süd- und osteuropäischer Getreidehandelsstandorte, die das Halbjahresergebnis 2017 belasteten. Außerdem profitierte das Ergebnis in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres von einer günstigeren Bewertung von Sojakontrakten, die sich in der 2. Jahreshälfte 2016 dann revidierte.

Im laufenden Jahr sollte die risikoärmere Kontraktpositionierung den im 2. Halbjahr 2016 eingetretenen nachteiligen Effekt ausschließen. Zudem werden sich die Umstrukturierungen in Süd- und Osteuropa im 2. Halbjahr 2017 positiv auswirken.

Auch lassen höhere Erzeugerpreise aufgrund eines weltweit zu erwartenden niedrigen Angebots bei Getreide im Vergleich zum Vorjahr auf eine bessere Verkaufsbereitschaft der Landwirte schließen. Deshalb rechnet Lutz damit, dass der Agrarhandel der BayWa in den nächsten Monaten wieder deutlich an Fahrt aufnehmen wird.

Die Ernteeinbußen im deutschen Obstgeschäft machen bei BayWa allerdings keinen großen Anteil am Umsatz und Ergebnis aus, stellte Konzernchef Lutz fest. Die BayWa Obst GmbH & Co. KG will aufgrund der bevorstehenden Ernteeinbrüche bei Kernobst für ihre Obstbetriebe in Süddeutschland am Bodensee und Neckar Kurzarbeit zu beantragen. "Durch die Ernteverschiebung in Neuseeland erwarte ich ein umsatzstarkes drittes Quartal in diesem Segment".

Mit Material von BayWa AG
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