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Wirtschaft

Baywa baut Hafenstandort zu Getreidedrehkreuz aus

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Katharina Krenn, agrarheute
am
15.03.2012

Regensburg - Die BayWa investiert vierzehn Millionen in den Getreideerfassungs- und Umschlagstandort Regensburger Osthafen. Der Hafen soll zukünfig zum Drehkreuz des europaweiten Getreidehandels werden.

Der Münchner Agrarkonzern BayWa führt seinen Expansionskurs fort. Nachdem das Unternehmen erst kürzlich den größten neuseeländischen Obsthändler Turners & Growers (T&G) übernahm, investiert der Konzern nun auch in deutsche Standorte. Insgesamt vierzehn Millionen Euro steckt die BayWa AG in die Modernisierung seines alten Umschlagstandorts am Regensburger Osthafen. Mit dem umfangreichen Ausbau entsteht ein modernes Agrarzentrum mit höherer Umschlagkraft und Getreidelager von 70.000 Tonnen Fassungsvermögen.
 
"Regensburg wird künftig das Drehkreuz in Bayern für Getreide nach Europa und die ganze Welt", verkündete BayWa-Vorstandvorsitzender Klaus Josef Lutz beim offiziellen Spatenstich am Dienstag.
 

Steigerung der Erfassungs- und Umschlagleistung

Mit dem Spatenstich haben die Bauarbeiten am Dienstag offiziell begonnen. Der erste Bauabschnitt soll bereits zur Ernte 2012 fertiggestellt sein. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2013 geplant. Weitere Investitionen in andere Standorte sollen folgen, in welchem Umfang ist noch nicht klar.
 
Mit dem Neubau steigt die Erfassungsleistung von 150 Tonnen auf 450 Tonnen pro Stunde. Bei Nassmais wird sich die Trocknerleistung von etwa 800 Tonnen auf 1.600 Tonnen Tagesleistung verdoppeln. In Zukunft gehen pro Stunde zirka 550 Tonnen Getreide an Bord.
 
Die Neu-Investition in Zahlen:
  • Getreidelagerraum: 50.000 Tonnen
  • Getreideerfassung: 350 Tonnen pro Stunde
  • Gosse mit Reinigung: 150 Tonnen pro Stunde
  • Zusätzliche Gosse zur Direktanlieferung: 150 Tonnen pro Stunde
  • Trockner für Nassmais: 800 Tonnen pro Tag
  • Schiffsverladeleistung: 400 Tonnen pro Stunde

Die Anforderungen in der Agrarbranche steigen

Der hohe Investitionsumfang sei notwendig, um den gewachsenen Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Da deutsches Getreide aus ganz Europa nachgefragt werde, benötige man zentrale und effiziente Standorte mit guter Anbindung. Auch im Hinblick auf die Potentiale der osteuropäischen Märkte gewinnt der Hafenstandort an Bedeutung.
 
Der Konzern reagiert mit dem Ausbau auf die Forderung nach höherer Umschlagkraft. Angesichts immer größer werdender Betriebe in der Landwirtschaft sind die Anforderungen an die Erfassungsbetriebe gestiegen.
 

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