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Wirtschaft

BayWa-Gesamtumsatz leicht rückläufig

Externer Autor
am
07.05.2010

München - Der Agrarhandelskonzern BayWa, hat heute seine Quartalszahlen für die ersten drei Monate des Jahres 2010 vorgelegt. Der Gesamtumsatz war mit 1,53 Milliarden Euro leicht rückläufig.

Demnach wurde in diesem Zeitraum ein Gesamtumsatz von 1,53 Milliarden Euro (2009: 1,58 Milliarden) und ein saisontypisches Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von minus 24,6 Millionen Euro (2009: minus 17,3 Millionen Euro) erzielt.

Geschäftsentwicklung: Segment Agrar mit besseren Ergebnissen als Segment Bau

Diese Entwicklung wird vor allem auf den deutlich gesunkenen Absatz bei Heizöl im 1. Quartal und die damit verbundene Nachfrageverschiebung auf den kommenden Herbst zurückgeführt. Das Segment Agrar schnitt dagegen besser ab als im Vorjahr, während das Segment Bau stabil blieb. "Die aktuelle Geschäftsentwicklung gerade im Agrarbereich lässt uns auch weiterhin sehr zuversichtlich sein, Umsatz und Ergebnis 2010 insgesamt zu steigern ", erläutert der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz.

Segment Agrar: 737 Millionen Euro Umsatz

Das Segment Agrar weist im 1. Quartal 2010 einen Umsatz von 737 Millionen Euro (2009: 762 Millionen) und ein EGT von 2,6 Millionen Euro (2009: 1,4 Millionen) aus. Der Agrarhandel - also der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln - trägt den größten Anteil an dieser positiven Entwicklung: Aufgrund des insgesamt niedrigen Preisniveaus sanken die Umsatzerlöse zwar auf 587 Millionen Euro (2009: 602 Millionen). Das EGT stieg dagegen von 5,6 Millionen Euro auf 8,4 Millionen. Der Grund dafür liegt laut Lutz im guten Nacherfassungsgeschäft bei Getreide, den anlaufenden Exporten und in der steigenden Düngernachfrage.

Sparte Technik: 150 Millionen Euro Umsatz

Die Sparte Technik erzielte im 1. Quartal einen Umsatz von 150 Millionen Euro (2009: 160 Millionen). In diesem Bereich kam es zu kontinuierlich steigenden Serviceleistungen, die Auftragseingänge bei Traktoren und Häckslern nahmen wieder zu. "Für das Agrarsegment sehen wir daher gute Potenziale, vor allem wenn der Getreidepreis ab dem Sommer etwas stärker nach oben geht ", erklärt Lutz.

Segment Bau: Stabiles Geschäft

Der lange, schneereiche Winter schlug sich erwartungsgemäß auf die Zahlen im Segment Bau nieder. Der Umsatz mit 286,7 Millionen Euro (2009: 270 Millionen) und das EGT von minus 27,3 Millionen Euro (2009: minus 27,4 Millionen) konnten sich auf Vorjahresniveau behaupten. "Dieses Segment ist aufgrund der stark reduzierten Baunachfrage zu Jahresbeginn saisontypisch im Minus, denn die BayWa macht im 1. Quartal eines Jahres hier üblicherweise nur zwölf Prozent ihres Geschäfts", hält Lutz fest.

  • Die Sparte Baustoffe wies davon einen Umsatz von 176,2 Millionen Euro aus,
  • die Bau- und Gartenmärkte erzielten 110,5 Millionen Euro. Der Umbau und die Erweiterung dieser Märkte nach dem Fachhandelskonzept sollen zur weiteren positiven Entwicklung dieser Sparte beitragen.

Segment Energie: Rückläufige Zahlen

Das Segment Energie konnte erwartungsgemäß noch nicht an das Rekordjahr 2009 anknüpfen. Im Gegensatz zum Winter 2008/2009, als die Lagerstände niedrig und der Ölpreis stark gefallen waren, hatten die Kunden auch noch zum Jahresbeginn 2010 relativ hohe Befüllstände in ihren Heizöltanks, während der Ölpreis wieder anstieg. Dies führte zu einer deutlich geringeren Nachfrage.

Demgemäß stieg der Umsatz zwar preisbedingt auf 462 Millionen Euro (2009: 445,3 Millionen). Das EGT sank jedoch durch die abnehmende Heizölnachfrage von 10,5 Millionen Euro auf 2,2 Millionen. Spätestens im Herbst 2010 sollte es wieder eine deutlich höhere Nachfrage geben, so Lutz.

Regenerative Energie: Erfreuliche Entwicklung

"Erfreulich ist die Entwicklung der Beteiligungen im Bereich der regenerativen Energien ", erläutert der Vorstandsvorsitzende. Besonders die MHH Solartechnik GmbH habe aufgrund des aktuellen Nachfragebooms großen Anteil am Geschäftserfolg des 1. Quartals. "Wir liegen durch den Ansturm bei Solaranlagen ganz deutlich über unseren Planungen, sodass wir trotz der Vorzieheffekte von einer sehr guten Entwicklung in diesem Jahr ausgehen", so Lutz. (aiz)

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