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Wirtschaft

BayWa: Später Saisonstart schwächt die Zahlen

pd
am
07.05.2015

Für die BayWa lief das erste Quartal nicht ganz so erfolgreich wie 2014. Der späte Saisonstart in diesem Jahr drückt vor allem auf das Geschäft mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln.

Getreidesilos der BayWa AG
Getreidelager der BayWa AG. © Werkbild
Das 1. Quartal 2015 war für die BayWa AG durch eine saisontypische Witterung geprägt, nachdem im Vorjahr der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern von einem sehr milden Winter hatte profitieren können: Der Umsatz lag zum 31. März 2015 mit 3,4 Mrd. Euro knapp unter dem Vorjahreswert von  3,6 Mrd. Euro. Für die kommenden Frühlingsmonate sind spürbare Aufholeffekte im Handel mit Dünger, Obst und Baustoffen zu erwarten. Ebenso ist der Ausblick für den Bereich erneuerbare Energien durch eine gute Projektentwicklung positiv.
 

Nachfrage nach Betriebsmittel kommt spät

Das Segment Agrar, das den Handel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln und Erzeugnissen sowie die Bereiche Technik und Obst umfasst, erzielte einen Gesamtumsatz von rund 2,5 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber 2014 um 2,2 Prozent, vor allem bedingt durch den im Vergleich zu 2014 deutlich späteren Saisonstart im Betriebsmittelgeschäft. Dieser Verschiebungseffekt macht sich auch im operativen Ergebnis (EBIT) bemerkbar, das mit 20,1 Mio. Euro um 29,7 Prozent unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert von  28,6 Mio. Euro liegt.
 Das Agrarhandelsgeschäft war gekennzeichnet von einem starken Nacherfassungsgeschäft in Deutschland und einem hohen internationalen Handelsvolumen. Aufgrund guter Warenverfügbarkeit und einem günstigem Umfeld für den Export durch den schwachen Euro konnte die BayWa erfolgreich ins Handelsjahr für Getreide und Ölsaaten starten.  Der spätere Saisonstart schlägt sich deutlich im nationalen Betriebsmittelgeschäft mit Dünger, Saatgut und Pflanzenschutz nieder: Nachdem im Vorjahr bereits im 1. Quartal aufgrund der ungewöhnlich milden Witterung eine rege Nachfrage herrschte, sind die Handelsmengen im Berichtszeitraum 2015 wieder deutlich geringer. 

Gutes Landtechnikgeschäft

Der Umsatz mit Landtechnik liegt insgesamt auf einem sehr hohen Niveau und konnte sich im 1. Quartal 2015 knapp behaupten. Im Vertrieb profitierte der Bereich von hohen Auftragsbeständen aus dem Jahr 2014 und konnte trotz einer bundesweit gesunkenen Investitionsneigung in der Agrarbranche ihre Verkaufszahlen für neue und gebrauchte Traktoren halten. In Summe lag der Umsatz von 262,5 Mio. Euro im 1. Quartal knapp unter dem Vorjahreswert mit 269,5 Mio. Euro.
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