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Wirtschaft

BayWa steigert Umsatz auf 16 Milliarden Euro

pd/dpa
am
27.03.2014

Für die BayWa war 2013 ein gutes Jahr: Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um gut die Hälfte auf 16 Milliarden Euro. Auswirkungen der Krimkrise fürchtet der Agrarhandelskonzern nicht.

2013 profitierte die Baywa von ihrem internationalem Wachstum und steigerte den Umsatz um gut die Hälfte auf den Rekordwert von rund 16 Milliarden Euro. Auch in der Dividende soll sich das erfolgreich abgeschlossene Jahr widerspiegeln: Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 17. Juni eine Erhöhung der Dividende um zehn Cent auf 75 Cent pro Aktie vorschlagen.
 
"Über die Hälfte unseres Umsatzes kommt inzwischen aus dem internationalen Geschäft. Nur durch die Wachstumsstrategie in den Kernbereichen Agrar und erneuerbare Energien können wir heute diesen Erfolg verzeichnen und eine weitere Erhöhung der Dividende vorschlagen", sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz heute auf der Bilanz-Pressekonferenz in München.

Umsatz im Agrarbereich verdoppelt

Das Segment Agrar ist 2013 in den drei Sparten Agrarhandel, Obst und Technik deutlich wachsen: Der Umsatz stieg auf rund 10,7 Milliarden (Mrd.) Euro, das Ergebnis vor Steuern (EBIT) erreichte 123,5 Mio. Euro.
 
Im Agrarhandel entwickelten sich Umsatz und EBIT durch die Akquisitionen von Cefetra und Bohnhorst vor allem bei Getreide und Ölsaaten außergewöhnlich gut: Hier verfünffachte sich die Umschlagsmenge. Das Obsthandelsgeschäft entwickelte sich ebenfalls sehr positiv, vor allem durch die gute Erntevermarktung bei gestiegenem Erntevolumen in Neuseeland. "Insgesamt haben sich die drei großen Agrar-Akquisitionen der letzten beiden Jahre ausgesprochen positiv auf das Ergebnis der BayWa ausgewirkt", erläuterte Klaus Josef Lutz dazu.
 
Auch die Agrartechnik konnte im Jahr 2013 noch einmal zulegen: Der Umsatz erreichte rund 1,3 Mrd. Euro, das EBIT stieg auf 21,4 Mio. Euro. Die Technik profitierte von der hohen Investitionsbereitschaft der Landwirte und konnte das Servicegeschäft weiter ausbauen.

Energie: Heizölabsatz in Deutschland gesteigert

Das Segment Energie erwirtschaftete 2013 einen Umsatz von 3,5 Mrd. Euro, das EBIT stieg auf 45,1 Mio. Euro. Das Geschäft mit traditionellen Energieträgern profitierte besonders in Deutschland von einem gestiegenen Heizölabsatz (rund vier Prozent) aufgrund der kalten Witterung im 1. Quartal 2013 bei jedoch niedrigeren Ölpreisen. Dadurch sank der Umsatz auf 3,0 Mrd. Euro; das EBIT blieb in einem schrumpfenden Markt mit 10,6 Mio. Euro stabil.
 
Weiterhin positiv entwickelte sich das Geschäft im Bereich erneuerbare Energien, das hauptsächlich durch die internationale Diversifikation getragen wurde. Vor allem die Projektentwicklung für Wind- und Solarparks in Europa und in den USA war für die erfolgreiche Entwicklung verantwortlich.

Krimkrise belastet Getreidegeschäft der BayWa nicht

Jetzt arbeitet die BayWa an weiteren Übernahmen im Ausland. "Wir wollen international weiter wachsen", kündigte Vorstandschef Klaus Josef Lutz heute an. Unter anderem will der Konzern einen weiteren neuseeländischen Apfel-Erzeuger kaufen. Die Gespräche seien bereits kurz vor dem Abschluss.

Für 2014 sieht der Vorstandsvorsitzende die BayWa gut aufgestellt: Der Agrarhandel entwickle sich insgesamt auch in den ersten Monaten dieses Jahres erfolgversprechend. Das Gleiche gelte auch für das Geschäft mit erneuerbaren Energien, da beispielsweise in den USA die Realisierung und der Verkauf von Windanlagen gut voranschreite.
 
Auswirkungen auf ihr Getreidegeschäft durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sieht die BayWa bislang nicht. Solange die Häfen geöffnet seien, gebe es keine Risiken für das Geschäft der Baywa in der Region, sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz. In den vergangenen Wochen waren die Getreidepreise gestiegen.

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