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Corona-Pandemie

Beherbergungsverbot in Corona-Hotspots: Das gilt für Ferienhöfe

Bauernhof Winterlandschaft
am Samstag, 13.11.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

In Sachsen und Bayern schießen die Corona-Zahlen in die Höhe und Krankenhäuser sind an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Einige Bundesländer verhängen Teil-Lockdowns, die touristische Aufenthalte wie Urlaub auf dem Bauernhof unmöglich machen.

Seit 07.06.2021 durfte die Hotelbranche wieder Touristen und Geschäftsreisende beherbergen. Übernachtungsangebote von Hotels, Beherbergungsbetrieben, Schullandheimen, Jugendherbergen, Campingplätzen und allen sonstigen gewerblichen oder entgeltlichen Unterkünften waren unter bestimmten Voraussetzungen, wie eingehaltenen Zugangsbedingungen und Abstandsregeln, möglich. Nun hat sich die Lage in Bayern und Sachsen geändert. 

In Bayern gelten ab 24. November in den Hotspots mit einer Inzidenz von über 1000 für drei Wochen starke Einschränkungen im öffentlichen Leben. Davon sind derzeit neun bayerische Landkreisen betroffen. Dort müssen alle Hotels schließen, also auch Ferienhöfe, die Urlaub auf dem Bauernhof, anbieten. 

In allen Regionen mit Inzidenzen unter 1000 gilt für Hotels 2G. Übernachten dürfen nur Geimpfte und Genesene. Eine Ausnahme gilt für ungeimpfte Geschäftsreisende. Zudem sind Kinder bis zum 12. Lebensjahr und minderjährige Schülerinnen und Schüler in Beherbergungsbetrieben von der 2G-Nachweispflicht befreit. Sie können übernachten, wenn sie einen negativen PCR-Test vorweisen können.  

Sachsen befindet sich ab 22. November im Teil-Lockdown. Auch hier müssen Hotels schließen. Das Beherbergungsverbot verbietet touristische Reisen in Hotels, Pensionen, auf Ferienhöfen und allen anderen bekannten Herbergen. Bei Geschäftsreisen und Beherbergungen, aus medizinischen (Krankenhausaufenthalt) oder zwingenden sozial-ethischen Zwecken (Bestattungen, Trauerfeiern) notwendig sind, gilt 3G, also geimpft, genesen und negativ getestet. Die Bestimmungen gelten vorerst bis zum 12. Dezember. 

Urlaub auf dem Bauernhof: Diese Regeln gelten in Bayern für Landwirte

Als bayerischer Landwirt müssen Sie beachten: Für Sie als Betreiber und für Ihre Beschäftigten mit unmittelbarem Kundenkontakt gilt ab roter Krankenhausampel 2G. Betreiber und Beschäftigte, die nicht genesen oder geimpft sind, können alternativ an zwei verschiedenen Tagen pro Woche einen PCR-Test vorlegen, wenn sie nachweisen können, dass aus medizinischen Gründen keine Impfung möglich ist. Alternativ kann an jedem Arbeitstag ein Nachweis eines Antigen-Schnelltests vorgelegt werden oder ein Selbsttest unter Aufsicht durchgeführt werden. Vollständig geimpfte und genesene Personen sind von der Testpflicht befreit.

Zusätzlich dürfen Ferienhof-Bertreiber optional 2G Plus einführen. Das heißt Zugang hat nur noch, wer geimpft oder genesen ist und zusätzlich den Nachweis eines Antigen-Schnelltests vorweisen kann. Es kann auch ein Selbsttest unter Aufsicht vor Ort durchgeführt werden.

Als Betreiber müssen Sie Ihren eigenen Testnachweis zwei Wochen lang aufheben. Für Gäste gilt die FFP2-Maskenpflicht, Mitarbeiter müssen mindestens eine medizinische Maske tragen. Außerdem müssen Sie, wenn Sie Gäste auf Ihrem Hof oder in einer Ferienwohnung beherbergen, im Eingangsbereich einen Aushang anbringen, der auf die verschärften Zugangsbedingungen aufmerksam macht.

Gäste müssen je nach der regional gültigen Zugangsbeschränkung (3G, 3G Plus, 2G, 2G Plus) einen entsprechenden Nachweis vorzeigen. Als Gastgeber sind Sie, wie alle Hotel- und Gaststättenbetreiber, zur Zugangskontrolle verpflichtet. Das heißt, Sie müssen den 2G-Nachweis und den Ausweis kontrollieren, um die Identität festzustellen.

Die Regeln unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland stark. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (Dehoga) hat die Gastgewerbe-Auflagen gut zusammengefasst. 

3G am Arbeitsplatz: Das gilt aktuell in Bayern für Ungeimpfte

Neu ist, dass Mitarbeiter von Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten (inklusive Inhaber), die Kontakt zu Kollegen oder sonstigen Personen haben, an zwei unterschiedlichen Tagen pro Woche einen negativen Schnelltest vorlegen müssen, wenn sie keinen Impf- oder Genesenen-Status nachweisen können. Für landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitern (inklusive Inhaber) heißt das: Sie müssen ihren Mitarbeitern zweimal pro Woche einen kostenlosen Schnelltests anbieten. PCR-Tests, die an amtlich anerkannten Stellen durchgeführt worden sind, gelten ebenso als Nachweis. Die Kosten dafür müssen Ihre Mitarbeiter selbst tragen. Grundsätzlich dürfen die Testergebnisse nicht älter als 72 Stunden sein.

Die genannten und geplanten Maßnahmen sind die Folge einer sich zuspitzenden Lage in der Corona-Pandemie mit neuen Rekordwerten. Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser wurden in den letzten sieben Tagen 1196 Menschen wegen Covid-19 behandelt (Stand 22.11.).

Mit Material von Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bayern)

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