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Wirtschaft

Belaruskali und Muntajat vereinbaren Kooperation

AgE
am
12.08.2013

Belaruskali hat sich offenbar schnell mit einem neuen Partner arrangiert: Künftig wird man mit Muntajat zusammenarbeiten. Zuvor hatte Uralkali das Vertriebskartell mit Belaruskali aufgekündigt.

Der weißrussische Produzent von Kaliumchlorid Belaruskali will künftig beim Export seiner Produkte mit der katarschen Marketing- und Vertriebsgesellschaft Muntajat zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Rahmenabkommen sei vergangene Woche in Doha unterzeichnet worden, teilte Belaruskali mit.
 
Der spektakuläre Ausstieg des weltweit größten Kaliumchloridherstellers Uralkali aus der gemeinsam mit Belaruskali geführten Exportgesellschaft Belarusian Potash Company (BPC) hatte zum Monatswechsel zum Einbruch der Aktienkurse der Kaliproduzenten geführt; betroffen davon war auch die Kassler K+S AG.

Unternehmen werfen sich gegenseitig Bruch des Exportmonopols vor

Uralkali und Belaruskali warfen sich gegenseitig den Bruch des vereinbarten Exportmonopols von BPC als alleiniges Vertriebsunternehmen vor. Laut Belaruskali wurden über die BPC im Jahr 2012 und im ersten Halbjahr 2013 nur gut ein Fünftel aller Exportverkäufe des russischen Partners abgewickelt. Den Aufruf, zum vereinbarten Verfahren zurückzukehren, habe Uralkali abgelehnt, beklagte Belaruskali.
 
Das Unternehmen kündigte gleichzeitig an, die Zusammenarbeit mit BPC fortsetzen zu wollen, jedoch mit einer neuen Exportstrategie.

Muntajat soll bis zu drei Millionen Tonnen Kaliumchlorid vermarkten

Muntajat habe versichert, man sei bereit, jährlich bis zu drei Millionen Tonnen Kaliumchlorid aus der weißrussischen Produktion zu vermarkten. Dies würde knapp 30 Prozent der Produktionskapazitäten von Belaruskali entsprechen.
 
Außerdem sei mit Muntajat eine Beteiligung an weiteren Projekten besprochen worden. Darunter die Errichtung einer Fabrik zur Herstellung komplexer Mineraldünger sowie der Aufbau einer Vertriebsinfrastruktur für Produkte von Belaruskali in Brasilien, berichtete das weißrussische Unternehmen, das ein wichtiger Devisenbringer für das Regime von Staatspräsident Alexander Lukaschenko ist.
 
Der neue Partner Muntajat wurde erst Ende 2012 gegründet, um die Rolle Katars als Exporteur von chemischen und petrochemischen Erzeugnissen zu stärken. 
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