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Politik international

Bericht analysiert Agrarpolitik in OECD-Ländern

von , am
12.02.2010

Bern - Im Jahr 2008 betrugen die Stützungsleistungen für die Landwirtschaft im OECD-Raum auf 182 Milliarden Euro, oder rund 20 Prozent des Bruttoeinkommens aus der Landwirtschaft.

© Alexander Orlov/fotolia

Damit setzt sich der Trend zu niedrigeren Beitragszahlungen an die Landwirtschaft fort und erreicht das niedrigste Niveau seit 1986. Dies ist der OECD-Studie zur Agrarpolitik in OECD-Ländern zu entnehmen, die am 11. Februar auf Deutsch erschienen ist. Der Rückgang an Agrarstützung ist auch auf die höheren Weltmarktpreise zurück zu führen, welche zu einer Reduktion der Preisstützung im Inland führte. Die Schweizer Landwirtschaft erhielt von 2006-2008 Unterstützungszahlungen in der Höhe von 1,3 Prozent des BIP, verglichen mit 0,9 Prozent in der OECD.

Die Abnahme des prozentualen Anteils am BIP verglichen mit 1986-1988 (CH: 3,81 Prozent, OECD: 2,5 Prozent) erklärt sich jedoch in erster Linie aus der Verringerung des Anteils der Landwirtschaft am BIP. Die Studie stellt zudem eine Verringerung der produktionsgebundenen Stützung fest, welche sich auch in der abnehmenden Differenz zwischen Inland- und Weltmarktpreisen zeigt. So waren im Zeitraum 1986-1988 die Inlandpreise noch um 50 Prozent höher als die Weltmarktpreise, im Zeitraum 2006-2008 nur noch um 16 Prozent höher. (lid)

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