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Hofheld-Blog der Woche

Betriebsgründung: 3 Fragen an Wagyu Sauerland

Christoph und Katrin stehen mit ihren Wagyu-Rindern auf der Weide.
am Donnerstag, 18.03.2021 - 11:51 (Jetzt kommentieren)

Vor wenigen Jahren haben Katrin und Christoph von Wagyu Sauerland mit ihrem eigenen Betrieb den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Im Interview verrät die Betriebsleiterin, welches die größten Herausforderungen dabei waren.

Katrin Schütz und Christoph Willeke züchten seit 2017 unter der Marke Wagyu Sauerland edle Fleischrinder. Sie arbeiten mit einer benachbarten Metzgerei zusammen, um kurze Transportwege und eine außerordentliche Fleischqualität zu gewährleisten. Ihr Konzept aus Online-Verkauf, Live-Grill-Events und einem Partnerschaftsmodell brachte sie 2019 bis ins Finale des CeresAward in der Kategorie Geschäftsidee.

Newbie-Award für Hofnachfolger und Neugründer

Darüber hinaus haben sie den Newbie-Award 2019 gewonnen, mit dem der Bund der Deutschen Landjugend jedes Jahr Hofnachfolger und Neugründer kürt. Aufgrund der Corona-Situation wurde er ihnen erst vor kurzem verliehen. Hofheld-Bloggerin Mara hat Katrin Schütz zu diesem Anlass interviewt. 

Katrin, wie seid ihr zu eurem heutigen Betrieb gekommen? 

Während Christophs Erntehelferjobs in Australien entstand die Idee, Wagyu-Rinder zu züchten. Dort hat er die Tiere kennengelernt und erfahren, dass das Wagyubeef mit seiner einzigartigen Marmorierung das beste Fleisch der Welt ist. Wieder zurück in Deutschland konnten wir für unser Vorhaben Altstallgebäude auf dem Milchviehbetrieb von Christophs Eltern nutzen. Nach einem halben Jahr starteten wir die Hofsuche und haben im Oktober 2019 unseren eigenen Betrieb gepachtet, mit Wohnhaus, Gebäuden und 30 ha Fläche. 

Wie verlief eure Suche nach einer eigenen Hofstelle? 

Der Ablauf der Pacht verlief bei uns ohne große Probleme. Für uns war es die Herausforderung, uns mit Maschinen auszustatten nd die Gebäude zu renovieren. Vorher konnten wir die Maschinen und Christophs Eltern mitnutzen und die Ställe waren ja komplett vorhanden. Je länger wir nachdachten, desto mehr ist uns eingefallen, was wir noch anschaffen müssen und haben das dann peu a peu gemacht: Trecker, Anbaugeräte, Tränken, Gitter, … Die Buchhaltung für Landwirtschaft und Fleischgewerbe war auch neu für uns, aber man lernt unglaublich viel, wenn man einfach macht. 

Was gebt ihr anderen Neugründern in der Landwirtschaft mit? 

Was bei uns gut war ist, dass wir im Kleinen gestartet sind, ohne jahrelang darüber nachzudenken. Wenn man nebenberuflich anfängt, ist der Druck raus und man kann richtig prüfen, ob es einem Spaß macht. Den Perfektionismus muss man dabei etwas hintenanstellen. Manche Fehler korrigieren einen auch auf dem Weg. Wenn es dann mal kompliziert wird, muss man trotzdem dranbleiben. 

Für uns war es auch gut, dass wir das Unternehmen zusammen aufgebaut haben. Christoph hat andere Stärken als ich, teilt aber trotzdem dieselbe Leidenschaft, was sich super ergänzt. 

Weiterlesen: Beweggründe und Zukunftspläne von Wagyu Sauerland

Warum sich Katrin und Christoph überhaupt für die Selbstständigkeit entschieden haben, wie sie einen Schlachter für ihr außergewöhnliches Fleisch gefunden haben, wie sie die Landwirte in der Umgebung aufgenommen haben und was sie in Zukunft so vorhaben, das liest du im ganzen Interview auf dem Junglandwirteportal Hofheld. 

Quereinsteiger gründen Betrieb

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