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Zensus 2022!

Betrüger bei der Volkszählung: Nicht alles müssen Landwirte preisgeben

Zensus22 steht vor der Tür
am Samstag, 07.05.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Eine Volkszählung soll helfen, Bedürfnisse der Gesellschaft besser zu planen. Doch nicht alle, die vorgeben, offizielle Datensammler zu sein, sind es auch. Betrüger versuchen, einen schnellen Taler zu machen.

Dieses Jahr ist es in Deutschland wieder soweit: der Zensus 2022 steht an. Heute muss man, anders als zu Zeiten Christi Geburt, nicht mehr durch die Gegend wandern. Ab 15. Mai kommen sogenannte Erhebungsbeauftragte vorbei, um die Daten zu sammeln. Das geschieht auch nicht flächendeckend: Wer befragt wird, entscheidet eine Stichprobe.

Daten für die Volkszählung werden nicht am Hoftor erfasst!

Natürlich sind Landwirte eine relevante Zielgruppe. Da gilt es, ein paar Dinge zu beachten. Wenn jemand einfach bei Ihnen am Hoftor klingelt, sollten Sie misstrauisch sein. Denn die Erhebungsbeauftragten kommen nie unangekündigt. Es sind bereits Fälle aufgeploppt, bei denen Betrüger sich am Telefon oder an der Tür als Datensammler ausgegeben haben. Dabei versuchten sie an Kontodaten, Pins, Unterschriften oder persönliche Informationen zu kommen. Nicht selten sogar verbunden mit einem Geldgeschenk.

Echte Datensammler kommen mit Ausweis

Die Interviewerinnen und Interviewer kommen nicht unangemeldet vorbei, sagt bespielsweise das bayerische Statistikamt. Vor der Befragung kommt die Terminankündigung. Darauf stehen auch die Kontaktdaten des Interviewers, um den Termin bei Bedarf verschieben zu können. Ist er dann da, zeigt er seinen Personalausweis. Wenn man sich unwohl fühlt, kann man auch die Polizei rufen.

Allerdings besteht eine Auskunftspflicht. Im Kurzinterview fragt der Datensammler zum Beispiel nach Namen, Geschlecht, Familienstand und Staatsangehörigkeit. Diese Fragen werden allen Haushalten an den ausgewählten Adressen gestellt.

Rund die Hälfte der Haushalte bekommt zusätzlich einen erweiterten Fragebogen. Hierbei geht es um Bildungsstand oder Erwerbstätigkeit. Aber das ist noch nicht alles: Die Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) ist ein weiterer Bestandteil des Zensus 2022. Hier werden Eigentümerinnen und Eigentümer, Verwaltungen sowie weitere Verfügungs- und Nutzungsberechtigte von Wohnungen oder Gebäuden mit Wohnraum befragt. Ziel ist die komplette Erfassung aller Gebäude mit Wohnraum. Aber hierbei gilt: Es werden keine Erhebungsbeauftragten eingesetzt. Die Zugangsdaten zum Online-Fragebogen kommen per Post.

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