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Betrug durch Milchbauern, Blechdach für den Stall und Wasser erhitzen

Stallneubau
Matthias Ludwig
am
02.02.2018

Sind einige Landwirte Schlitzohren oder Betrüger? Ist Trapezblech auf Stalldächern sinnvoll? Diese und andere Fragen diskutierten die User.

Trapezblech - preiswerte Dacheindeckung für Milchviehstall?

fleckviehfan94 schreibt: "Möchte bei einem Neubau eines Milchviehstall eine preiswertes Dach finden. Ein hochprofiliges Trapezblech wäre in dieser Hinsicht sehr interessant, da der Unterbau sehr einfach gehalten werden kann. Schließlich überspannt das Blech große Weiten. Die Nachteile eines unisolierten Daches sind das Aufheizen im Sommer und das kondensierende Wasser im Winter. Kann man diese Probleme über einen offenen First und einer steilen Dachneigung einergermaßen entgegenwirken?? Könnte mir vorstellen, dass sich die Tiere an den Lärm bei Regen gewöhnen könnten? Würde mich freuen über Erfahrungen von Praktikern, die sich in ihrem Stall für ein solches Dach entschieden haben bzw. gerade nicht dafür entschieden haben. "

Rezatfan antwortet: "Ich habe mit GFK-Wellplatten gedeckt. Gibt kein Rost und schwitzt weniger und hat 20 Jahre Garantie. "

Und DWEWT meint: "Hochprofilige Trapezbleche haben in einigen Dachbereichen fast keine Chance mehr, seit die zu berücksichtigenden Schneelasten z.T. drastisch erhöht wurden. Ja, kalte Nächte und tagsüber Sonnenschein sind morgens kein Zuckerschlecken im Stall, wenn nackte Trapezbleche auf dem Dach sind. Alle möglichen angebotenen Beschichtungen der Blechunterseite, sind aber ebenfalls keine nachhaltige Lösung. In meinem Stall muss man im Jahr an ca. 12 Tagen mit dem Abtropfen des Kondenswassers rechnen. Ich kann damit leben. Die Alternative sind Sandwichplatten. Die waren mir zu teuer. Der First meines Stalles ist, mit einer Breite von ca. 65 cm, komplett offen. An den Traufen gibt es an beiden Seiten ein Schleppdach von 4 m Breite. Die Seitenverkleidung lässt 2 m bis zum Dach komplett frei. Auch im heißesten Sommer, sorgt der Kamineffekt für angenehmes Klima. Prasselnden Regen, nehmen die Tiere kaum noch wahr. Mein Stall ist jetzt knapp 15 Jahre alt. Bei der letzten Sturmschadenbehebung habe ich den Dachdecker gebeten, sich die Hölzer und die Trapezblecke genau anzusehen. Sein Kommentar: Alles top in Ordnung. Ich habe 0,75 mm starke Bleche aus skandinavischer Verzinkung genommen. Scheint ´ne gute Qualität zu sein."
Trapezblech - preiswerte Dacheindeckung für Milchviehstall?

Die Bauern sind Schlitzohren!

0 kommentiert einen Medienartikel, der den Betrug der niederländischen Landwirte am Phosphat-System mit ihren falschen Tiermeldungen thematisiert: " Irgendwie bin ich schadenfeudig, da hat die ganze Bürokratie ins Leere gestochen. "

Schaudichum sieht es drastischer: " Und doch so strohdumm, dass sie sich selbst ins Knie schossen.....Gier frisst Hirn."

Auf die Aussage von Rezatfan: " Das sind keine Schlitzohren. Das sind Betrüger!! " bestätigt fuchsjaegerin: " Die Antwort lag mir auch in der Tastatur - Du warst schneller. Nee, witzig finde ich sowas überhaupt nicht. Und wenn Schadenfreude erlaubt ist ...... umgekehrt würde ich sie haben. Diese Oberschlaulinge sind prompt ins eigene Kellerloch gefallen."
Die Bauern sind Schlitzohren!

Warmwasser im Stall und Waschautomat mit Wasser versorgen

motsch_ hat folgendes Problem: " kommendes Jahr steht ein Stallneubau an. Im jetztigen Stall kommt das Warmwasser aus einem 50l Boiler. Viel wird momentan nicht benötigt, da noch alles mit Eimermelkanlage gemolken wird. Im neuen Stall kommt dann ein 1 x 6 SbS Melkstand rein. Weiters wird etwas Warmwasser für die Milchkammer benötigt, um diverse Sachen abzuspülen, für ein Spülbecken eben. Ich möchte euch fragen, wir ihr das handhaben würdet?

Im Bauernhaus wird aus dem Holzscheitherd, der in der Küche steht, das Wasser im Boiler erwärmt (50 oder 100l Speicher). Ist an sich kein Problem, da wir den Strom selber mit einem Wasserwerk produzieren (21kW). Doch der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist und verkauft, eben ein nettes Nebeneinkommen. In Zukunft wird fast sicher eine Hackschnitzelheizung, zentral an der Hofstelle, errichtet, von wo aus man den Stall und 2 Häuser erreichen kann, und die Wärme daraus nimmt. Aber die bauen wir noch nicht ein. Daher, desto weniger Strom benötigt wird, desto mehr Geld nehmen wir durch verkauften Strom ein. Um die Milchleitungen des Melkstandes 2 mal täglich zu reinigen, wieviel Wasser wird da ca. benötigt? Und woher nehme ich das Warme Wasser dafür? Aus einem Boiler, den ich im Technikraum installiere (300l vielleicht?), und diesen mit einer Heizspirale aufheize? Aber eben mit Strom? Wieviel Strom verbrauchen diese Boiler? Oder soll sich der Waschautomat selbst das Wasser aufheizen? Diese Methode erscheint mir eher als am kostenintensivste oder? Da der Waschautomat doch sehr viel Strom verbraucht. Muss ich einen Waschautomaten alla Westfalia Turbostar installieren, oder nur einen kleinen Waschautomaten, der nur die Steuerung übernimmt, und gar keine Heizelemente besitzt? Oder ein paar Solarpaneele auf dem Stall montieren, und diese mit dem Puffer verbinden? Was mache ich mit dem Wasser aus dem Platten bzw. Spiralkühler, der zwischen Melkstand und Milchtank installiert wird? Was wäre die kostengünstigste Variant, bzw. im Unterhalt dann auch am kostengünstigsten? Wie würdet ihr das bewerkstelligen? Bzw. wie macht ihr das bei euch im Stall? "

Loorper fragt erstaunt: " Stichwort Wärmerückgewinnung aus der Milch???? "

0 meint: " Bei uns ist es so: Scheidholzheizung (49KW) im Haus. 18 m² Solaranlage auf dem Hausdach. Beim Stallbau wurde Warm- und Kaltwasser vom Haus in die Melkkammer verlegt. Incl. Ersatzleitungen und Leerrohr (150er KG Rohr)Strom Telefon. Waschanlage braucht zwingend elektrische Heizung (vorausgesetzt Du willst kein Keimmillionär sein). Etwas später bauten wir eine Wasserzysterne, um den eigenen Brunnen besser zu nutzen. Von der Melkkammer legten wir dann eine Rückleitung in die Zysterne, um das Wasser, das vom Plattenkühler herauskam wieder zu verwerten. Folgerichtig haben wir keine Wärmerückgewinnung, da diese laut Alfahändler damals 30 % mehr Strom verbraucht hätte "

Und Kartoffelbluete schreibt: " Stimmt so nicht ganz! Wir machen auch das ganze Warmwasser für den Melk- und Kälberbereich mit der Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung. Und der Spülautomat  kommt tatsächlich ohne Heizung aus. Keimzahl zwischen 10.000 und 12.000. Aber!!: der Verdichter an der  Milchkühlung braucht schon mehr Strom wenn er von 4°C auf 65°C verdichten muss, damit auch wirklich ausreichend warmes Wasser vorhanden ist. Ist nicht ganz zu unterschätzen. Würde alles durch den Luftkühler gehen, müsste er nur von 4°C auf Aussentemperatur verdichten. Da es bei uns kein Brunnen- oder
fließendes Grundwasser gibt und wir auch keinen Wald besitzen, haben wir uns trotzdem für die Wärmerückgewinnung entschieden. Die Lösung wie es 0 realisiert hat ist schon die wirtschaftlichste, wurde uns auch empfohlen. Aber wie gesagt, bei uns andere Rahmenbedingungen. "
Warmwasser im Stall und Waschautomat mit Wasser versorgen

 

Fünf Melksysteme in Bildern

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