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Umwelt

BfR prüft IARC-Bericht zu Glyphosat

von , am
31.07.2015

Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC hat jetzt ihren offiziellen Bericht zu Glyphosat veröffentlicht. Nun prüft das Bundesinstitut für Risikoforschung erneut, ob der Wirkstoff krebserregend sein könnte.

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission soll die Zulassung von Glyphosat zehn Jahre verlängert werden, aber mit Einschränkungen. © Mühlhausen/landpixel
Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Behörde IARC hat nun den vollständigen Bericht zur Auswertung mehrerer Studien zur gesundheitlichen Auswirkung von Glyphosat auf den Menschen veröffentlicht. Daraufhin gab das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bekannt, dass es hinsichtlich der IARC-Bewertungsergebnisse eine erneute Prüfung durchführe. Doch die Nachweise seien dünn, so die bisherige Bewertung des Bundesinstituts.

BfR: Nur 'limitierte Nachweise'

Das BfR schreibt in einer Stellungnahme: "Bei der Frage einer möglichen Kanzerogenität von Glyphosat kommt die IARC zu dem Schluss, dass es nur limitierte Nachweise ("limited evidence") für eine krebserregende Wirkung von Glyphosat bei Menschen gibt. Ein statistischer Zusammenhang zwischen der Glyphosatexposition und einem erhöhten Risiko für Non-Hodgkin Lymphome, Krebserkrankungen des lymphatischen Systems, sei durch die vorliegenden epidemiologischen Studien nur eingeschränkt nachgewiesen."
 
Die IARC führe zudem, so das BfR weiter, für die Einstufung Befunde aus tierexperimentellen Studien mit dem Wirkstoff Glyphosat als Belege für eine wahrscheinlich krebserregende Wirkung an. Diese Befunde seien dem BfR bekannt und bereits in dem überarbeiteten Bewertungsbericht (RAR) im Rahmen der EU-Wirkstoffprüfung beurteilt worden. Dieser Bericht lag bereits im April 2014 vor, heißt es in der Mitteilung.
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