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Umwelt

Bienenwanderung: Nur mit Gesundheitszeugnis!

von , am
18.07.2014

Die Amerikanische Faulbrut ist für den Nachwuchs von Honigbienen tödlich. In Rheinland-Pfalz existieren einige Faulbrut-Sperrbezirke. Die Bienenwanderung ist dort nur mit Gesundheitsbescheinigung erlaubt.

In einigen rheinland-pfälzischen Bezirken kursiert die ansteckende Amerikanische Faulbrut. Die Seuche ist für den Nachwuchs von Honigbienen tödlich, weswegen in dem Bundesland Bienenvölker nur mit einer Gesundheitsbescheinigung des Veterinäramtes in andere Landkreise oder Bundesländer gebracht werden dürfen.
 
Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz existieren solche Sperrbezirke derzeit in einigen Kreisen in der Pfalz, im Kreis Altenkirchen und im Rhein-Lahn-Kreis.

Bescheinigung vor der Wanderung ausstellen lassen

Die Gesundheitsbescheinigung wird vom beamteten Tierarzt des Herkunftskreises bereits vor der Wanderung ausgestellt und versichert, dass die Bienen frei von Amerikanischer Faulbrut sind und der Herkunftsort nicht in einem Faulbrut-Sperrbezirk liegt.
 
Die Bescheinigung darf nicht vor dem 1. September des Vorjahres ausgestellt und auch nicht älter als neun Monate sein. Sie wird vom zuständigen Veterinäramt des neuen Standortes einbehalten. Für Bienenvölker, die nur vorübergehend an einen anderen Ort wandern, ist sie dem Besitzer auszuhändigen, wenn die Bienenvölker aus dem Bezirk der zuständigen Behörde verbracht werden. 

Um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden, empfiehlt das LUA Imkern, bereits vor der geplanten Wanderung eines Bienenvolkes mit dem Veterinäramt des Zielortes Kontakt aufzunehmen und nach möglichen Faulbrut-Sperrbezirken zu fragen.

Die Amerikanische Faulbrut

Die Amerikanische Faulbrut ist eine Erkrankung der älteren Bienenbrut und wird durch ein sporenbildendes Bakterium aufgelöst. Dabei wird nur die Brut befallen, während die Bienen selbst nicht erkranken. Im Krankheitsverlauf lösen sich die Larven zu einer zähen, braunen Substanz auf. Typische Merkmale der Amerikanischen Faulbrut sind eingefallene Zelldeckel der Brutwaben sowie eine kaffeebraune fadenziehende Beschaffenheit des Brutzellinhaltes.
 
Übertragbar ist diese Krankheit zum Beispiel durch fremde Bienen, die sporenhaltigen Honig in die Waben einführen. Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die nach der Bienenseuchen-Verordnung staatlich bekämpft wird.
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