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Ernährung und Gesundheit

Bier und Milchprodukte gleichermaßen beliebt

ots
am
18.02.2014

Berlin - Bier und Milchprodukte liefern sich in der Wertschätzung der Deutschen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Laut Meinungsumfrage halten 79 Prozent deutsches Bier für wertvoll, Milchprodukte kommen auf 76 Prozent.

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Bier war die Basis für den erforschten Kraftstoff. © Václav Mach/Fotolia
Der Verein 'Die Lebensmittelwirtschaft' hat eine Meinungsumfrage über die Wertschätzung der Deutschen gegenüber Lebensmitteln in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liegt jetzt vor: demnach halten 79 Prozent der Befragten das Bier gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot für besonders schützenswert und wertvoll (TNS-Infratest, 3.-5.2.2014, 1.000 Befragte). Deutsche Milchprodukte wie Käse und Joghurt schneiden mit 76 Prozent fast genauso gut ab und liegen im Ranking der Meinungsforscher auf dem zweiten Platz. Bei den Frauen verdrängen Milchprodukte das Bier sogar von der Spitzenposition. Auf Platz 3 landen Wurst- und Fleischspezialitäten (70 Prozent), der Wein mit 65 Prozent Zustimmung auf Platz 4.

Esskultur und Vielfalt

Dazu erklärt Stephan Becker-Sonnenschein, Geschäftsführer des Vereins: "Die Deutschen schätzen ihre Esskultur und die Vielfalt ihrer Lebensmittel. Dieses Lob geht auch an Landwirte, Hersteller, Handwerk und Handel. Es ist gut zu wissen, dass gute Qualität auf diese Weise gewürdigt wird. Das Abschneiden der deutschen Milchprodukte zeigt zudem, dass wir uns hinter Frankreich, Italien und der Schweiz hier nicht verstecken müssen."

Brotkultur und Reinheitsgebot für Bier sollen UNESCO-Kulturerbe werden

Hintergrund der Umfrage sind die Anträge, das Reinheitsgebot für Bier und die Deutsche Brotkultur in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufzunehmen. Derzeit treffen die Länder eine Vorauswahl und leiten diese dann an die Kultusministerkonferenz weiter. Auf der UNESCO-Liste stehen schon unter anderem der türkische Kaffee, die japanische Küche und die Mittelmeer-Diät. Wenn alles gut geht, werden das Bier nach Deutschem Reinheitsgebot und die Brotkultur frühestens 2016 gelistet sein. 
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