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Umwelt

Biodiversität: Dringender Handlungsbedarf für Agrargebiete

von , am
16.12.2013

Kleinmachnow/Braunschweig - Im Rahmen eines großen Forschungsprojekts haben die Wissenschaftler und Fachexperten gezeigt: Die Biodiversität in Deutschland ist nach wie vor bedroht.

Vögel in der Agrarlandschaft sind wichtige Bioindikatoren für den Zustand unserer Umwelt. Das Julius Kühn-Institut (JKI) veröffentlichte in seiner Reihe "Julius Kühn-Archiv" den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Lage von Agrarvögeln.
 
Die Publikation ist das Ergebnis einer von der Fachgruppe "Vögel in der Agrarlandschaft" der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) und des JKI durchgeführten interdisziplinären Fachgesprächs. 

Immer weniger Biodiversität

Agrarvögel zeigen aktuell einen verstärkten Rückgang der Biodiversität in den Agrargebieten an. Als Hauptursachen wurden aktuelle Nutzungsintensivierungen und der zunehmende Anbau von Energiepflanzen, besonders Mais, identifiziert. Die bisherigen Naturschutzmaßnahmen sind nicht ausreichend, um die Biodiversität zu erhalten.

Artenvielfalt auf dem Acker

Die Ansprüche von Agrarvögeln an ihre Lebensräume weisen darauf hin, dass die für ein Greening von der EU vorgeschlagenen ökologischen Vorrangflächen in Ackerbaugebieten von sieben Prozent nicht ausreichend sind.
 
Um die Biodiversitätsziele 2020 zu erreichen, sind daher Flächen mit ökologisch besonders hohen Habitatwertigkeiten zu etablieren. Dazu gehören zum Beispiel natürlich begrünte oder mit Wildpflanzen-Saatmischungen eingesäte Äcker, oder Teilflächen von diesen.
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