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Wirtschaft

Bioerdgasanlage Altenstadt: Liefervertrag unterzeichnet

Externer Autor
am
19.11.2010

Hannover - Die E.ON Mitte Wärme GmbH aus Kassel und die Haase Energietechnik AG aus Neumünster gehen ab sofort eine Partnerschaft ein.

Für eine Bioerdgasanlage von E.ON Mitte Wärme im hessischen Altenstadt (Wetteraukreis) wird Haase Energietechnik einen BiogasVerstärker liefern. Einen entsprechenden Liefervertrag unterzeichneten die E.ON Mitte Wärme Geschäftsführer Siegmund Laufer und Martin Severin mit dem Haase Energietechnik Vorstand Dr. Roland Kahn am Donnerstag im Rahmen der Bioenergy decentral Hannover auf dem Messestand der Haase Energietechnik AG.

Rohbiogas wird auf Erdgasqualität aufbereitet

E.ON Mitte Wärme baut zurzeit gemeinsam mit der C 4 Energie AG aus Selent (Schleswig-Holstein) eine Biogasanlage im Bioenergiezentrum in Altenstadt. Ab Mitte 2011 sollen vor Ort rund 1.400 Nm³/h produziertes Rohbiogas unter Einsatz des Haase BiogasVerstärkers von E.ON Mitte Wärme auf Erdgasqualität aufbereitet und ins allgemeine Erdgasnetz eingespeist werden. Das Projekt war im August 2010 ausgeschrieben worden.

Investitionsvolumen von 14 Millionen Euro

Der Haase BiogasVerstärker erhielt den Zuschlag aufgrund seiner überzeugenden Wirtschaftlichkeit über den Zeitraum von 15 Jahren. Die ergibt sich nicht nur durch das effiziente Verfahren mit seinem durchdachten Wärmekonzept, sondern auch durch die Full-Service-Strategie, welche die optimale Verfügbarkeit der Anlage langfristig sicherstellt. Die Biogasanlage in Altenstadt ist mit einem Investitionsvolumen von rund 14 Millionen Euro veranschlagt. Acht Millionen Euro investiert C4 Energie für eine Anlage zur Gaserzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen, insgesamt weitere rund sechs Millionen Euro kommen von E.ON Mitte Wärme.

Wärme dort produzieren, wo sie benötigt wird

Die E.ON Mitte-Tochtergesellschaft wird das erzeugte Rohbiogas in einer speziellen Anlage aufbereiten und ins Erdgasnetz einspeisen. Das eingespeiste Bioerdgas soll dem Erdgasnetz anschließend an anderen Stellen wieder entnommen und vor Ort mit Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Der Vorteil: Die Wärme wird dort produziert, wo sie auch benötigt wird.

Mehrere Projekte vertraglich fixiert

Mehrere Projekte für die Abnahme des Bioerdgases sind bereits vertraglich fixiert worden. Ein großes Projekt ist die Bioerdgasanlage auch für die heimische Agrarwirtschaft: Mehr als 100 landwirtschaftliche Betriebe aus der Region haben sich vertraglich derzeit für bis zu zehn Jahre dazu verpflichtet, die Rohstoffe für den Betrieb der Anlage zu liefern. (pd)

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