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Biomesse

Biofach 2019: Klöckner bekräftigt Förderung von Ökolandbau

Klöckner BioFach 2019
am Mittwoch, 13.02.2019 - 09:56

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner eröffnet heute die Biofach in Nürnberg und stellt die Ergebnisse des Ökobarometer 2018 vor.

Biofach 2019

Heute eröffnet die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, die 30. Weltleitmesse für Biolebensmittel, die Biofach in Nürnberg. Rund 3.000 Aussteller aus 95 Ländern präsentieren hier neue Trends für Bio-Lebensmittel, vegetarische und vegane Ernährung, Protein-Produkte, Convenience sowie Zero-Waste-Produkte.

Klöckner: Ökolandbau weiter fördern

Zur Eröffnung berichtet Klöckner, dass Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln weiter steigt: Das neunte Jahr in Folge sei die Branche gewachsen, der Umsatz habe sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt.

"Mein Ziel ist es deshalb, den ökologischen Landbau durch gute politische Rahmenbedingungen weiter zu fördern", so Klöckner. "Landwirte, die auf ökologischen Landbau umstellen, erhalten etwa eine Umstellungs- sowie Beibehaltungsprämie. Zudem habe ich den Etat für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau für 2018 und 2019 von 20 auf jeweils 30 Millionen Euro erhöht."

Weiterhin bekräftigte sie das Ziel ihres Ministeriums, auch die konventionelle Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten.

Deutschland als Biomarkt auf Platz 2

Laut BMEL hat Deutschland mit großem Abstand den größten Biomarkt in der EU und steht weltweit nach den USA an zweiter Stelle. Im Jahr 2018 ist der Umsatz um 5,5 Prozent auf 10,91 Milliarden Euro gestiegen. Dies sind vorläufige Schätzungen von Marktexperten. Das Wachstum geht vor allem auf den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zurück.

Die wichtigste Vermarktungsschiene für Ökoprodukte ist der konventionelle Lebensmittelhandel, über den im Jahr 2017 59 Prozent der ökologisch erzeugten Lebensmittel abgesetzt wurden. Danach folgten der Naturkosthandel (einschließlich Hofläden mit Zukauf oder Umsatz von mehr als 50.000 Euro/Jahr) mit 29 Prozent und die sonstigen Einkaufsstätten (Direktvermarkter, Wochenmärkte, Bäckereien, Metzgereien, Abokisten, Online-Bestellungen, Tankstellen) mit knapp 12 Prozent.

Ergebnisse des Ökobarometers 2018

Den Trend zu Bio bestätigen nach Angaben des BMEL die Zahlen des Ökobarometer 2018, das das Ministerium diese Woche veröffentlicht hat. Für die aktuelle Studie führte das Marktforschungsinstitut infas von August bis Oktober 2018 insgesamt 1.007 Interviews durch.

Demnach kaufen 78 Prozent der befragten Verbraucher Bioprodukte und legen Wert auf Tierwohl, Regionalität und Nachhaltigkeit. Nach Ergebnissen des Barometers seien sie auch bereit, dafür auch mehr zu zahlen.

Ein Drittel der Befragten gibt an, in Zukunft häufig Biolebensmittel einzukaufen – 2017 war das noch gut ein Viertel der Befragten. Gekauft werden die Bioprodukte bevorzugt im Supermarkt. Aber auch der Einkauf auf Wochenmärken, in Bäckereien und beim Metzger wird immer beliebter. Die wichtigsten Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln seien

  • für 95 Prozent artgerechte Tierhaltung
  • für 93 Prozent Regionalität
  • für 89 Prozent geringere Schadstoffbelastung und Umweltschutz
  • für 86 Prozent explizit die Unterstützung des ökologischen Landbaus

Mit seinem Schwerpunktthema „Essen außer Haus“ hat das Ökobarometer 2018 zudem das Bioangebot in Restaurants, Imbissen und Cafés unter die Lupe genommen. Fazit: In Bäckereien und Metzgereien würde knapp die Hälfte der Befragten solche Biogerichte bewusst bevorzugen, in Cafés/Bistros oder Restaurants würde dies noch über ein Drittel tun. Und sogar 38 Prozent der Befragten geben an, Biogerichte in Restaurants, Imbissen, Cafés und Ähnlichem auch dann bewusst zu bevorzugen, wenn diese teurer sind als andere Gerichte.

Mit Material von BMEL

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