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Politik national

BMEL: 10 Millionen Euro für Initiative 'Ländliche Entwicklung'

von , am
30.10.2014

Die Bundesregierung will die ländlichen Regionen noch stärker fördern. 10 Millionen Euro stellt der Bund zukünftig jährlich für die neue Initiative "Ländliche Entwicklung" bereit. Das Programm soll strukturschwache Regionen attaktiver machen.

Die Bundesregierung will die ländlichen Regionen stärker fördern. © landpixel
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stellte diese Woche in Berlin die neue Initiative "Ländliche Entwicklung" vor. "Künftig stehen jährlich 10 Millionen Euro allein für diese Initiative zur Verfügung. Unser Bundesprogramm 'Ländliche Entwicklung' bündelt Modell- und Demonstrationsvorhaben, Wettbewerbe und Kommunikationsmaßnahmen, um unsere ländliche Regionen noch attraktiver zu machen.", sagte Schmidt. So sollen beispielsweise mit unterschiedlichen Modell- und Demonstrationsvorhaben innovative Lösungen erarbeitet werden. "Ob es um den Erhalt von Basisdienstleistungen wie Post- und Bankservice oder soziale Dorfgestaltung geht - ich will einen Wettbewerb der Ideen starten", kündigte Schmidt an.

Förderung strukturschwacher Regionen

Zudem kündigte Schmidt ein neues Modellvorhaben namens "Land(auf)Schwung" an. Für die Start- und Qualifizierungsphase sind aus jedem Flächenland der Bundesrepublik Deutschland drei strukturschwache Landkreise anhand von 37 Indikatoren ausgewählt worden.
 
"Das Projekt richtet sich an engagierte Menschen vor Ort, die selbst über innovative Ideen und deren Umsetzung auf der Grundlage eines Regionalbudgets entscheiden. Damit senden wir eine klare Botschaft aus: Wenn sich Menschen mit Unternehmergeist, Kreativität und Leidenschaft für ihre Heimat engagieren, können ländliche Regionen ihre Stärken entwickeln und Perspektiven für eine Zukunft mit einer hohen Lebensqualität schaffen", sagte Schmidt. Um das bürgerschaftliche Engagement weiter zu fördern, setzt das BMEL künftig noch mehr auf Wettbewerbe wie "Unser Dorf hat Zukunft".

Eine Milliarde GAK-Mittel

Die verschiedenen Maßnahmen des "Bundesprogramms Ländliche Entwicklung" sollen schließlich wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) hin zu einer "Gemeinschaftsaufgabe Ländliche Entwicklung" geben. " Die dafür vom Bund bereitgestellten Mittel von 600 Millionen Euro pro Jahr werden mit weiteren Landesmitteln aufgestockt, sodass jedes Jahr rund eine Milliarde Euro für die Weiterentwicklung der ländlichen Räume zur Verfügung stehen. Um künftig verstärkt auch Initiativen für außerlandwirtschaftliche Arbeitsplätze, neue Einkommensquellen für kleinere und mittlere Unternehmen und die Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge fördern zu können, werden wir die Gemeinschaftsaufgabe auf einen neuen Weg bringen.", sagte Schmidt.
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