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Wirtschaft

Börse in Chicago will Handelszeiten verkürzen

© agrar-press
Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
05.02.2013

Erst im Mai 2012 hatte die CME ihre Handelszeiten ausgedehnt. Jetzt sollen diese wieder verkürzt werden. Außerdem steht ein Handelsstopp nach der Veröffentlichung des USDA-Reports zur Debatte.

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Die weltweit größte Terminbörse für Agrarprodukte in Chicago, die CME, der auch die Getreidebörse CBOT gehört, will ihre Handelszeiten für Getreide und Ölsaaten wieder reduzieren. Vor wenigen Monaten, im Mai letzten Jahres, hatte die CME den Terminhandel von 17 auf 21 Stunden ausgeweitet.
 
Außerdem denkt man offenbar über eine Handelsunterbrechung nach der Veröffentlichung des für die Marktentwicklung maßgeblichen USDA-Reports nach.

Befragung bildet Grundlage

Grundlage für diese Entscheidung ist eine umfassende Befragung der handelnden Industrieunternehmen, teilte ein Börsensprecher diese Woche mit. Die Befragung habe ergeben, dass die Unternehmen mehrheitlich für eine Kürzung der Handelszeiten plädieren.
 
Die Rücknahme der erst im Mai letzten Jahres gemachten und bereits damals kontrovers diskutierten Handelsverlängerung muss allerdings noch von der Commodity Futures Trading Commission bestätigt werden.

Handelsstopp nach USDA-Report

Offenbar wird außerdem auch über ein Aussetzten des Handels (Handelsstopp), nach der Veröffentlichung des für die Marktentwicklung entscheidenden USDA-Monatsreports nachgedacht. Dessen Veröffentlichung wurde zum Beginn des neuen Jahres von 8.30 auf 12 Uhr (Washingtoner Zeit) nach hinten verlegt. Damit wurde die Reaktionszeit auf die neuen Daten deutlich verkürzt.

Zuletzt heftige Preisausschläge

In den letzten Monaten kam es nach der Veröffentlichung des USDA-Reports immer wieder zu heftigen Preisausschlägen, die aber nicht selten nach einiger Zeit wieder korrigiert wurden. Dabei ist die Entscheidung über einen Handelstopp offenbar noch offen.
 
Während einige wichtige Entscheidungsträger der CME im Anhalten des Handels keinen Sinn sehen, war die offizielle Meinung der CME eher auf ein Stopp des Handels nach Veröffentlichung der USDA-Daten ausgerichtet.
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