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Update vom 12.08., 12:45 Uhr: Nord- und Westdeutschland

Brände auf Betrieben: Technische Defekte und Kinderstreich

Brennender Traktor mit Ballenpresse
am Donnerstag, 12.08.2021 - 12:45 (Jetzt kommentieren)

In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und in Österreich kam es in dieser Woche zu Brandfällen. Betroffen waren landwirtschaftliche Betriebe, Flächen und Maschinen. Es entstanden teilweise Sachschäden in sechsstelliger Höhe.

Ein Mähdrescherbrand in Mecklenburg-Vorpommern soll durch einen technischen Defekt an der Maschine ausgelöst worden sein. In Österreich war vermutlich ebenfalls ein technischer Defekt ursächlich für einen Traktorbrand.

In Nordhessen sei ein Scheunenbrand durch zwei zündelnde Kinder ausgelöst worden. Für den Brand einer Lagerhalle mit 25.000 Heu- beziehungsweise Strohballen und einen weiteren Brand mit 250 Strohballen stünden die Ursachen noch nicht fest. Das teilen die jeweiligen Polizeipräsidien mit.

Mecklenburg Vorpommern: 500.000-Euro-Schaden nach Mähdrescherbrand

Feuerwehrkräfte beim Löschen des Traktorbrands im Einsatz

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sei der Mähdrescher am Dienstag (10.08.) gegen 17 Uhr in Brand geraten. Wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg berichtet, habe es sich um ein New Holland-Modell gehandelt. Der Mähdrescher sei wegen eines technischen Defekts vollständig ausgebrannt. 29 Einsatzkräfte der Feuerwehren Mirow, Schwarz und Krümmel hätten das Feuer gelöscht.

Neben 1.000 Litern Diesel sei die Maschine mit Getreide im Wert von 3.000 Euro beladen gewesen. Der Brand habe ich darüber hinaus auf einer Fläche von einem Hektar ausgebreitet, die noch nicht beerntet worden war. Auf etwa 505.000 Euro belaufe sich der Gesamtschaden.

Aus der oberösterreichischen Ortschaft Gossenreith berichtet die Freiwillige Feuerwehr Hirschbach von einem Traktorbrand. Der Traktor sei mit einer Ballenpresse verbunden gewesen, auf die sich das Feuer aber noch nicht ausgebreitet habe. Auch die umliegenden Flächen seien verschont geblieben. 18 Einsatzkräfte waren nach Angaben der Feuerwehr Hirschbach im Einsatz.

Nordhessen: Zwei Kinder steckten Strohhaufen an / 50.000 Euro Schaden

Um etwa 18:10 Uhr haben gestern (10.08.) ein neunjähriger und ein elfjähriger Junge Stroh in einer Scheune in Nordhessen angesteckt. Das teilt das dortige Polizeipräsidium mit. Die Kinder hätten ihren Wohnsitz im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Nach Angaben der Polizei hätten sie unter dem Vordach der Scheune Stroh übereinander gestapelt und den Strohhaufen schließlich angezündet.

Die gebildeten Flammen seien schließlich außer Kontrolle geraten und trat auf die Scheune über, in der sich ausschließlich Stroh befunden habe. Die Scheune habe vollständig gebrannt. Einsatzkräfte der Feuerwehren Burgwald und Münchhausen hätten das daneben liegende Wohnhaus aber von dem Feuer bewahren können. Die Jungen hätten sich zunächst von der Brandstelle entfernt und mussten in einer Fahndung durch Zeugenhinweise identifiziert werden.

Durch die abgebrannte Scheune sei ein Sachschaden von 50.000 Euro entstanden.

Brennende Stroh- und Heuballen

Brand der Strohballen in Hamm

Noch unklar sind die Ursachen für zwei weitere Brandfälle, die Stroh- und Heuballen betrafen. In der vorletzten Nacht, am Dienstagmorgen (10.08.) gegen 2:30 Uhr, fingen am Nieliesberg im nordrhein-westfälischen Hamm 250 Strohballen sowie einige Bäume Feuer. Ein Zeuge habe die Flammen entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Die Schadenhöhe beläuft sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Hamm auf etwa 3.200 Euro.

Am Montagnachmittag (09.08.) brannte in Klein Wesenberg (Schleswig-Holstein) eine etwa 10 x 25 Meter große Lagerhalle auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Die Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Ratzeburg informierten über die noch unbekannte Brandursache. Die Kriminalpolizei Bad Oldesloe habe mit den Ermittlungen begonnen.

In der Halle seien etwa 25.000 Stroh- und Heuballen gelagert worden. Sie habe bereits in Vollbrand gestanden als Polizei und Feuerwehrleute eintrafen.

Die Schadenshöhe wird mit etwa 60.000 Euro beziffert.

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