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Polizei ermittelt

Brandenburg: Viehdiebstähle häufen sich

Viehtransporter
© franke182/fotolia
von , am
14.02.2017

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen über Viehdiebstähle in Brandenburg. Das Vorgehen deutet auf Profis hin. Die Polizei ermittelt nun verstärkt.

Erst Ende Januar haben Viehdiebe wieder zugeschlagen. Die Täter haben vier Zuchtbullen aus einem Stall der Agrargenossenschaft in Neißemünde (Brandenburg) gestohlen, berichtete die örtliche Polizei.

Die Tiere wurden mit Fahrzeugen abtransportiert. Dass es sich hier um Profis handelte, könne man daran sehen, dass sie die Ohrmarken der Tiere, noch auf dem Stallgelände entfernt haben, so der Polizeisprecher gegenüber dem Brandenburger Rundfunk.

Diebstahlserie in Brandenburg

Leider ist dies kein Einzelfall. In der Nacht auf den 5. Januar waren Unbekannte auf das Betriebsgelände einer Agrargenossenschaft im brandenburgischen Lieskau gelangt und haben 28 Kälber und neun Bullen gestohlen. Am 23. Januar sind 23 Mutterkühe eines Biobetriebs in Lukau geraubt worden. Auch hier wurden die Ohrmarken noch vor Ort entfernt.

Profis mit Agrar-Know-How

Derzeit tappt die Polizei noch im Dunkeln. Ziemlich sicher sei, dass es sich um Profis mit landwirtschaftlichen Know-How handeln muss. Denn Mutterkühe von ihren Kälbern zu trennen, bedarf gewisser Erfahrung in Tierhaltungsbereich. Zudem würden auch vorzugsweise wertvolle Zuchtrinder gestohlen, die sich gut weiterverkaufen lassen. Vermutlich würden die Tiere ins außereuropäische Ausland gebracht, in der das EU-weite Ohrmarkensystem nicht greift – wie beispielsweise die Ukraine.

Eine Übersicht unserer Meldungen zu Viehdiebstählen finden Sie hier.

Mit Material von RBB/Polizei
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