Login
Wirtschaft

Brotgetreide: Mühlen verarbeiten Rekordmenge

aiz
am
03.01.2012

Bonn - Mit knapp acht MillionenTonnen Weizen und Roggen haben Mühlen im Wirtschaftsjahr 2010/11 eine Rekordmenge an Brotgetreide verarbeitet. Doch die Rendite war unbefriedigend.

Wie der Verband Deutscher Mühlen (VDM) am Montag bekannt gab, stieg die Vermahlung von Weizen gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent auf 7,13 Millionen Tonnen. Die Menge an verarbeitetem Roggen gab hingegen - wie im Vorjahr - um 1,1 Prozent auf 0,85 Millionen Tonnen nach. Damit lag der Roggenanteil an der Gesamtvermahlung bei nur noch elf Prozent, während er vor 50 Jahren noch rund ein Drittel betrug.

Der Pro-Kopf-Verbrauch steigt

Nach wie vor erfreuen sich Backwaren beim deutschen Verbraucher großer Beliebtheit. Der Pro-Kopf-Verbrauch kletterte 2010/11 um 0,7 Prozent auf 67,8 Kilo Mehl und andere Mahlprodukte. Ein so hoher Wert war zuletzt in Westdeutschland Mitte der 60er-Jahre erreicht worden.
 
Trotz der ungebrochenen Nachfrage war die wirtschaftliche Lage der Mühlen unbefriedigend. Der VDM erläuterte, die Mühlen befänden sich in einer sehr schwierigen Position zwischen der Landwirtschaft einerseits und Backgewerbe, Ernährungsindustrie und Lebensmittelhandel andererseits.
 
Mehr zur wirtschaftlichen Situation der Mühlen erfahren Sie hier ...
Auch interessant