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Dorf und Familie

Brückenverbot für Landwirte

Externer Autor
am
27.03.2015

Über die Zwickauer Mulde wird eine neue Brücke gebaut. Traktoren dürfen sie aber nicht nutzen. Stattdessen bleibt es bei erheblichen Umwegen für die Landwirte.

Vor knapp zehn Jahren wurde die Brücke über die Zwickauer Mulde im Ortsteil Wernsdorf für Fahrzeuge gesperrt. Dies bedeutet seitdem für die örtlichen Landwirte einen großen Umweg, wenn sie auf ihre Flächen auf der anderen Seite der Mulde wollen. Auch die dadurch entstehenden Kosten sind erheblich, berichtet die "Freie Presse".
 
Eine neu geplante Brücke wird wohl keine Abhilfe schaffen. Denn sie soll weiterhin nur für Fußgänger und Radfahrer zugelassen sein.

Vorwurf: Interessen der Landwirte ignoriert

Joachim Ranft von der Dennheritzer Agrarproduktion und seine Kollegen fühlen sich übergangen. Wie die "Freie Presse" berichtet, wirft Ranft der Stadt Glauchau vor, die Belange der Landwirte bei der Planung der Brücke ignoriert zu haben. Allgemein würden ihre Interessen keineswegs berücksichtigt, obgleich man nicht einmal hohe Ansprüche stelle: "Eine Furth bei Wernsdorf würde uns schon genügen", so Ranft.

Brücke für Fahrzeuge nicht finanzierbar

Diese Hoffnung wird sich aber wohl kaum erfüllen. Denn der Fluss ist in diesem Gebiet recht tief, wie die "Freie Presse" meldet. Das Haupthindernis seien jedoch die Finanzen. Eine Brücke, die auch für Fahrzeugverkehr freigegeben wird, würde schlichtweg zu viel kosten, so Ortsvorsteher Andreas Winkler (CDU). Auch Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) erklärt, dass die Stadt das Geld für ein solches Bauwerk nicht aufbringen könne. Die Landwirte hätten zwar mit ihren Aussagen Recht, aber dies sei nun einmal nicht zu ändern.

Neubau ohne Hochwasserförderung nicht möglich

Ebenso nüchtern sieht auch Ortschaftsrätin Elke Gudrun Heber (Die Linke) das Bauvorhaben. Sie sei der "Freien Presse" zufolge anfangs durchaus für eine Fahrzeug-Brücke gewesen. Im Hinblick auf die Finanzen müsse man nun aber froh sein, dass die Überquerung überhaupt neu gebaut werde.
 
Möglich sei dies ohnehin nur durch die Unterstützung des Wiederaufbauprogrammes nach dem Hochwasser 2013. Ohne diese Mittel wäre an einen Neubau überhaupt nicht zu denken, so Oberbürgermeister Dresler.
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